1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Warendorf
  6. >
  7. Orden mit Erinnerungen finden ein neues Zuhause

  8. >

Kolpingsfamilie Warendorf

Orden mit Erinnerungen finden ein neues Zuhause

Warendorf

Es war keine leichte Übung – all die Orden der Schützenköniginnen und Schützenkönige aus der Vergangenheit wollte die Kolpingsfamilie Warendorf zusammenführen. Ein neuer Ordensschrank war schließlich in Auftrag gegeben worden. Die Herausforderung ist geglückt, und das Ergebnis stellt die Mitglieder der Kolpingsfamilie mehr als zufrieden.

Begeistert vom Anblick der neuen Schränke mit den Orden der Königinnen und Könige der Kolpingsfamilie sind (v.l.): Frank Korte, Martin Heseker, Thomas Dopheide Wolfgang Seck und Georg Westbeld Foto: Kolping

So viele Symbole für eine lange Schützentradition: Seit 1951 feiert die Kolpingsfamilie Warendorf das Sommer- und Schützenfest. Der erste Orden an einer nun über 70 Jahre alten Königskette stammt von Josef Maier. Der König wurde an der Herrlichkeit ermittelt und er wurde damit der Erste in der Geschichte der Kolpingsfamilie. Es folgten viele weitere Feste und die an der Kette angebrachten Orden erinnern damit an die Königinnen und Könige. So gibt es bis heute auch acht Kaiser und eine Kaiserin. All die Orden müssen aber schließlich irgendwo bleiben: Zu einer kleinen Einweihungsfeier von Ordensschränken kamen deshalb kürzlich Königinnen und Könige der Kolpingsfamilie Warendorf zusammen.

Oftmals musste die zwischenzeitlich immer schwerer gewordene Kette leichter gemacht werden und die abgehängten Orden wurden viele Jahre in einem wohlbehüteten Schrank von Berni Niederschmid gelagert. 1992 wurde eine Tanzkette angeschafft. 2017 verstarb Berni Niederschmid. Schon lange wurde bereits an einen Ordensschrank gedacht. Georg Westbeld und Dirk Ohlmeyer planten schließlich einen Schrank und gaben die Erstellung in Auftrag. Doch mit dem Schrank alleine war es nicht getan. Er musste auch bestückt werden. Und wie Frank Korte herausfand, war die Zusammenführung aller Orden doch etwas schwierig. Letztendlich fanden durch ihn alle Orden auf einem schicken Stoff ihren Platz, nebst einem erklärenden Schild. Nur ein Orden, der aus dem Jahr 1952 von Erich Westhoff, konnte nicht aufgefunden werden.

Die feierliche Enthüllung der beiden Ordensschränke nahmen der aktuelle Kaiser Martin Deipenwisch und die Kaiserin aus dem Jahr 2017, Maria Wagner, vor. Viele Erinnerungen hängen an den nun sichtbaren Orden aus all den Jahren. So die zum Teil großartigen Paraden auf verschiedenen Plätzen, oder die verschiedenen Orte, an denen die Feste gefeiert wurden. Hier sind noch in guter Erinnerung die Tönneburg, Herrlichkeit oder der Schulhof der Laurentiusschule an der Klosterstraße. Die letzten Feste wurden im Kolpinghaus gefeiert, so auch noch im Jahr 2019. Coronabedingt wurden danach die Feste abgesagt. Die Hoffnung liegt auf dem Jahr 2022.

Startseite
ANZEIGE