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Traditionelle Kirmeseröffnung

„Pandemie Paroli bieten“

Warendorf

„Wir lassen uns nach über 360 Jahren Fettmarkt weiß Gott nicht einschüchtern – noch nicht einmal von einer Pandemie“, betonte Doris Kaiser, stellvertretende Bürgermeisterin, anlässlich der traditionellen Eröffnung der Fettmarkt-Kirmes, dass man unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen der Pandemie „Paroli bieten“ werde.

Von Andreas Engbert

Fettmarkt Kirmes in Warendorf Foto: Andreas Engbert

Ein lauter Knall, dann ging der Trubel los: mit dem traditionellen Startschuss gab die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser am Samstag das Startsignal für die diesjährige Fettmarktkirmes. „Es ist für mich auch gleich ein wunderbarer Augenblick, einmal den Schuss wieder zu hören“, verbarg Kaiser ihre Freude über die Eröffnung der Fettmarktkirmes nach einem Jahr pandemiebedingter Pause nicht: „Das hat mir persönlich sehr, sehr gefehlt.“

Um so mehr freute sie sich, wieder in Kontakt mit den Schaustellern zu kommen, von denen viele seit etlichen Jahren im Herbst ihre Fahrgeschäfte neben der Ems aufbauen. „Das Fettmarkt-Fest findet in diesem Jahr in einer – ich möchte mal sagen ‚abgespeckten Form‘ statt“, ließ auch sie den nahe liegenden Wortwitz Fettmarkt“ ist seit 1824 belegt. Er spielt darauf an, dass die ortsansässigen Bauern im Herbst ihr „fettes“ Vieh auf dem Markt verkauften) nicht aus und betonte aber: „Wir lassen uns nach über 360 Jahren Fettmarkt weiß Gott nicht einschüchtern – noch nicht einmal von einer Pandemie“, betonte sie, dass man unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen der Pandemie „Paroli bieten“ werde.

„Es ist für uns Schausteller heute ein ganz besonderer Tag“, zeigte sich Schaustellersprecher Klaus Rasch (Musik-Shop) erleichtert, dass Normalität und Hoffnung langsam wieder zurückkehrten. Er dankte den Verantwortlichen der Stadt Warendorf um Marktmeisterin Julia Heidkamp für die gute Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten.

So stießen Ehrengäste, Schausteller und Marktbesucher erleichtert miteinander an, als Doris Kaiser nach dem Startschuss mit zwei gekonnten Hammerschlägen auch noch ein Fass Freibier anzapfte, bevor es auf eine Erkundungstour samt bewusst nicht ganz unfallfreier Fahrt im Autoscooter ging.

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