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Marktbogen nach zwei Jahren Pause wieder errichtet

Passt auf den Millimeter

Warendorf

Zwei Jahre kein Marktbogen zu Mariä Himmelfahrt – das war genug Antrieb für die Bogengemeinschaft Markt/Emstor. Trotz brütender Hitze.

Von Andreas Engbert

Mit dem Kran wurde die schwere Krone auf die sechs Pfeiler des Marktbogens gehoben. Gut behelmt: Die Marienfigur war schon vor ihrer Platzierung ein Hingucker. Foto: Andreas Engbertt

Vor der Andacht steht der Schweiß: Mit vereinten Kräften wurde am Samstag der Marienbogen auf dem Warendorfer Markt aufgerichtet. Bei hochsommerlichen Temperaturen und jeder Menge Sonnenschein für die Mitglieder der Bogengemeinschaft Markt/Emstor eine schweißtreibende Tätigkeit.

Dass ein großer Kran dabei die besonders schweren Teile in Position wuchtete, half da nur wenig. Und doch war die Laune unter den 25 Mitgliedern ausgelassen: „Es ist einfach schön, dass wir nach zwei Jahren wieder aufbauen dürfen“, freute sich Benedikt Ratermann. Seit vielen Jahren gehört er zur festen Truppe der Bogenbauer, ist seit knapp drei Jahren Bogenvater und war in diesem Jahr erstmalig in dieser Funktion am Aufbau beteiligt.

Bogenvater Benedikt Ratermann

Und auch nach zwei Jahren haben die Aktiven nicht verlernt, wie das Metallgestell aus dem Jahr 1968 auf sechs Pfeilern zusammengehört. Auch die Hülsen im Markt-Pflaster waren noch intakt und passten millimetergenau. Die pandemiebedingte Auszeit von zwei Jahren hat die Bogengemeinschaft genutzt, um das zentrale Mittelstück, die Krone, zu restaurieren. Auf ihr dreht sich die Schutzmantelmadonna, die prägnante Gebäude der Stadt schützend unter ihrem Mantel birgt. Begleitet wird die Madonna, eine leichte Kunststoffkopie der hölzernen Originalversion von 1949, von sechs musizierenden Engeln – die allerdings noch aus echtem Holz bestehen.

Schweißtreibende Arbeit in der Hochsommersonne

Am kommenden Samstag wird die Stadtkapelle zur Illumination der Altstadt zwischen den Bogenpfeilern auf dem Marktplatz Marienlieder spielen und für andächtige Stimmung sorgen: „Wir hoffen auf viele Besucher und viele mit Bungen beleuchtete Häuser, sodass sich endlich wieder ein einzigartiges Stadtbild ergibt“, blickt Bogenvater Ratermann schon freudig auf die kommende Woche.

Neben der Krone des Bogens hat der Verein im vergangenen Jahr mit Hilfe der Firma Budde aus Milte dann auch noch den Segensaltar, den die Bogengemeinschaft für die Prozession am Sonntag errichtet, sanieren lassen. Er wurde dabei aufgearbeitet und mit frischer Farbe versehen.

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