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Runder Tisch Radverkehr mit Beelener Radsportfreunden unterwegs

Pendlerstrecke erkundet

Warendorf

In Zeiten der Klimakrise sollte man mehr aufs Rad steigen. Der Runde Tisch Radverkehr in Warendorf hat sich nun gemeinsam mit den Beelener Radsportfreunden eine mögliche Pendlerstrecke zwischen den beiden Orten angesehen und Verbesserungspotenziale ausgemacht.

Klaus Dellori, Joachim Rickel, Martin Schöneich, Jürgen Pfeiffer, Alexandra Babeliowsky, Norbert Breuer und Gert Negert (v.l.) nahmen die Radverbindung Beelen – Warendorf in Augenschein. Foto: Runder Tisch

Seit einigen Jahren engagiert sich der Runde Tisch Radverkehr (RTR) in Warendorf für eine Verbesserung der Infrastruktur und Sicherheit für Radfahrer. Ein regelmäßiger Austausch dazu besteht seit dem Frühjahr letztes Jahres mit Joachim Rickel und Willi Strotmeier von den Beelener Radsportfreunden. Nun war eine gemeinsame Exkursion per Rad mit dem Ziel Beelen angesetzt. Joachim Rickel hatte sich als Tourguide zur Verfügung gestellt und konnte sechs Mitfahrende auf dem Warendorfer Marktplatz zur Ausfahrt begrüßen.

Es sollte dabei nicht nur um ein geselliges Beisammensein gehen, die Tour stand vielmehr unter dem Gedanken, eine mögliche Pendlerstrecke Beelen – Warendorf für Radfahrer zu erkunden. Das berichtet der RTR in einer Pressemitteilung. So wurde der Ortskern über die Splieterstraße verlassen, wobei der derzeitige Zustand von Straße und Radweg kritisch besehen wurde. Einigkeit bestand in der Runde darüber, dass diese Straße für eine mögliche Verbindung ein immens wichtiger Teil ist, da es hier mit der Brücke über die Bundesstraße 475 die einzige kreuzungsfreie Möglichkeit zur Überquerung gibt.

Möglichst kurze und schnelle Verbindung

Konsens bestand zudem in der Gruppe, dass eine solche Radverbindung in Zeiten der Klimakrise von der Politik dringend vorangetrieben werden sollte. In Beelen gibt es schon seit einem Jahr einen Ratsbeschluss für eine solche Umwandlung der „Mielestraße“. In Warendorf will der RTR das Thema nochmals vorbringen.

Auch verschiedene Strecken wurden erkundet, mit denen eine Verkürzung des bestehenden Weges zwischen den beiden Orten erreicht werden könnte. Das Ansinnen der Gruppe ist nämlich die Schaffung einer möglichst kurzen und schnellen Verbindung, keine „schöne“ touristische Strecke. Dazu wurden auch einige mögliche Lückenschlüsse diskutiert, die aber mittelfristig den Bau von geschätzt etwa zwei Kilometern Verbindungswegen erfordern würden.

Am Ortsrand von Beelen stieß dann auch Willi Strotmeier zur Gruppe, die gerade die Möglichkeit kennenlernte, wie man bereits jetzt vom Ortskern in das Gewerbegebiet kommen kann, wo sich bei der Firma Agrata ein totes Ende bietet. Durch das Axtbachtal und über die Westkirchener Straße wurde die Eisdiele in der Ortsmitte angesteuert, wo die verdiente Pause anstand.

Beispiele mit Gefahrenpotenzial

Danach ging es weiter bis zur Ortsgrenze auf Clarholzer Seite. Die zwei Beelener in der Gruppe hatten selbst auf diesem kurzen Stück noch einige weitere Beispiele für mangelhafte Verkehrsführung mit großem Gefahrenpotenzial. Die Bundesstraße 64 wurde noch zweimal überquert, um noch einige Defizite an der Ostenfelder Straße zu zeigen, um danach die Gruppe noch auf die Neumühlenstraße zur Heimfahrt zu begleiten. Später als erwartet, aber mit spürbarem Rückenwind radelten die Warendorfer aus der Gruppe dann zu ihrem Startort zurück.

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