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Bürgerschützenfest in Freckenhorst

Plötzlich mehr Programm

Freckenhorst

Die neue Corona-Schutzverordnung macht es möglich, dass wieder mehr stattfinden kann. Darum wollen die Freckenhorster Bürgerschützen ihr Programm noch einmal anpassen und eine Veranstaltung am Schützenfestsonntag im Anschluss an den Freiluft-Gottesdienst auf dem Schützenplatz anbieten.

Umzüge, ein Königsschießen und ein Festzelt wird es beim Bürgerschützenfest anno 2021 zwar nicht geben, die Corona-Schutzverordnung erlaubt aber gegenwärtig eine Ausweitung des bisher angedachten Programms. Foto: Ralf Böhmer

„Wir wollen nicht erneut vor der Pandemie kapitulieren, sondern uns im Rahmen des Erlaubten bewegen und etwas anbieten, was sicher und aus unserer Sicht verantwortbar ist,“ kündigte Präsident Matthias Kalthöner bereits vor vielen Wochen an.

Nun ist der Rahmen des Erlaubten durch die neue Corona-Schutzverordnung deutlich ausgeweitet – und vor diesem Hintergrund informieren die Bürgerschützen nun in Folge einer kurzfristig einberufenen Vorstandssitzung über den aktuellen Stand der Planungen zu den grün-weißen Festtagen am 24. und 25. Juli.

Bis dato war geplant, am Schützenfestsonntag eine Schützenmesse auf dem Festplatz durchzuführen und im Anschluss einen Empfangs am Schloss Westerholt für geladene Gäste.

Diese Planung könnte nun ausgeweitet werden. „Wir haben unseren Mitgliedern versprochen alles das durchzuführen, was rechtlich möglich und aus Sicht des Vorstandes auch verantwortbar durchzuführen ist. Gleichzeitig muss es für uns und den Festwirt auch leistbar sein, denn die kurzfristigen Erleichterungen haben uns dann schon überrascht“, so Schützenpräsident Matthias Kalthöner.

Darum wollen die Bürgerschützen ihr Programm noch einmal anpassen und eine Veranstaltung am Schützenfestsonntag im Anschluss an den Freiluft-Gottesdienst auf dem Schützenplatz anbieten. „Das Angebot soll kein „Ersatzschützenfest“ darstellen und es wird auch kein Festzelt, keine Umzüge und kein Königsschießen geben“, so Kalthöner. „Das halten wir weiterhin nicht für verantwortbar“, so Kalthöner. Aber man wolle den Freckenhorstern ein gemütliches Beisammensein im Freien bei Musik, Speisen und Getränken, garniert mit einem kleinen Programm, anbieten und somit Schützenfest-Feeling im großen Kreis der Schützenfamilie erlebbar machen.

„Wir stecken mitten in den Vorbereitungen. Es sind nun viele Absprachen zu treffen, Genehmigungen zu klären und auch Helfer zu organisieren. Außerdem sind wir nach wie vor abhängig von der Entwicklung der Inzidenz“, so Vizepräsident Martin Nienberg. Grünes Licht werde es wohl erst Anfang kommender Woche geben.

Die Schützen wollen insbesondere die Zielgruppen in den Fokus rücken, die unter der Pandemie möglicherweise am meisten gelitten haben: die Bewohner in den Senioreneinrichtungen und die Kinder. Darum bildet der Besuch des Dechaneihofs und des Klosters zum Hl. Kreuz den Auftakt ins Schützenfestwochenende. „Wir wollen den Menschen in den Wohnheimen ein paar vergnügliche Stunden bescheren“, so Thomas Helmer, einer der Organisatoren.

Für die Kinder bietet der Arbeitskreis Familie schon seit Anfang Juli einen Mal- und Bastelwettbewerb an. Alle Kinder unter 14 Jahren sind eingeladen, ein Bild zu malen, eine Geschichte zu schreiben oder etwas zu basteln. Einzige Bedingung: Das Werk soll sich mit dem Thema „Schützenfest in Freckenhorst“ auseinandersetzen. Eine erste Belohnung erhalten die jungen Künstler bereits bei Abgabe ihrer Beiträge beim Spielwarengeschäft Kieskemper oder im Gartencenter Murrenhoff. Zudem nehmen alle Beiträge an einer Verlosung von 20 attraktiven Gutscheinen teil. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Kindern, denen lange Monate Vieles untersagt blieb, ein wenig Danke zu sagen für ihre Geduld“, so Jörg Kahlert, der für weitere Informationen auf die Vereinshomepage verweist.

Bevor am Schützenfestsonntag mit der Schützenmesse und voraussichtlich dem musikalischen Frühschoppen gesellige Zusammenkünfte auf dem Festplatz starten, werden in vielen Gärten und auf vielen Straßen im kleineren Freundes- und Nachbarschaftskreis grün-weiße Treffen stattfinden. „Dafür bietet sich der Samstag an“, so Kalthöner. Dann werden mit Blick auf die finale Zählung durch Juroren am Sonntag auch die meisten Fahnen aufgestellt. Schließlich gilt es einen Weltrekord zu erzielen. Die meisten Fahnen innerhalb der Ortsgrenzen sollen es werden. „Und wir sind uns sicher, dieses Ziel mit Hilfe der riesigen Schützenbegeisterung, die wir in diesen Tagen spüren, auch zu erreichen“, so Vorstandsmitglied und Initiator Uwe Rottenberg.

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