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Lesung mit Tamina Kallert

Raus aus der Komfortzone

Warendorf

Es klingt nach einem absoluten Traumjob – Tamina Kallert, Journalistin und Fernsehmoderatorin, hat viele Länder bereist und zahlreiche Reiseberichte erstellt. Ihr Buch „Und dann kommt das Meer in Sicht“ präsentierte sie nun im Warendorfer Sophiensaal. Und erzählte dabei auch von Hindernissen und Stolpersteinen im Traumjob. . .

-ap-

Ausverkauftes Haus im Sophiensaal: Journalistin und Fernsehmoderatorin Tamina Kallert freute sich über das schöne Ambiente und die vielen interessierten Gäste. Foto: Andreas Poschmann

Noch vor wenigen Tagen steckten ihre Füße im schwarzen Sand der Kanareninsel La Gomera. Am Montag gastierte Tamina Kallert, Journalistin und Fernsehmoderatorin, auf Einladung der Volkshochschule im Sophiensaal. Im Gepäck: Ihr neues Buch „Und dann kommt das Meer in Sicht“, Markenzeichen – der rote Rucksack, der sie auf vielen ihrer Reisen begleitet. Vom Sophiensaal war Tamina Kallert sofort begeistert und auch davon, dass die Veranstaltung ausverkauft war. Aus ihrem Buch las die Journalistin einige Passagen vor und würzte den Abend darüber hinaus mit zahlreichen Anekdoten und Begebenheiten, die es nicht immer ins Fernsehen oder in eines ihrer Bücher geschafft haben. Kallert hat viele Länder bereist und an die 40 Städtereisen von Porto bis Kopenhagen unternommen. Daraus hat sie herrliche Fernsehreportagen gezimmert, die Lust aufs Reisen machen. Und als wäre das alles nicht bereits genug, hat sie ihre Reiseerlebnisse jetzt zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Ein absoluter Traumjob, sollte man meinen, den die Kallert ausübt. Daraus machte sie an diesem Abend gar keinen Hehl, ließ die Zuhörer jedoch wissen, dass viel mehr dahinter stecke, als so manch einer vermuten würde.

„Für die schönsten Dinge braucht es auch immer Überwindung. Man muss aus seiner Komfortzone heraus“, sagte Tamina Kallert. Und wie ihren Erzählungen zu entnehmen war, können auch unverhofft so manche Dramen das Leben dann doch ganz schön erschweren.

Die Journalistin Tamina Kallert stellte am Montag ihr neues Buch vor. Foto: Foto: Andreas Poschmann

Fallschirmspringen, Bungee Jumping oder andere wilde Sachen hat die Autorin alle heil und ohne Blessuren überstanden. Ausgerechnet im Bergischen Land, im Vergleich zu ihren anderen Abenteuerorten eher eine undramatische Tiefebene, zog sie sich einen üblen Kreuzbandriss beim E-Mountainbikefahren zu. Auch so mancher Interviewpartner hat sich während der Dreharbeiten als fernsehuntauglich herausgestellt. Wie zum Beispiel ein kauziger Buchhändler in Liverpool, der sich konsequent verweigert hat, auf Kallerts Fragen einzugehen. Ihr aktuelles Buch ist übrigens während des Corona-Lockdowns entstanden. „Ich habe mich damit selbst am Schlawittchen aus der Lethargie gezogen.“

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