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Klimapilgerweg 2021 macht Station in Warendorf

Reisesegen an der „Essbaren Stadt“ geplant

Warendorf

Warendorf erwartet die Teilnehmenden am Klimapilgerweg am 22. September. Die Planungen für das Bergfest laufen auf Hochtouren.

Freuen sich auf die Ankunft und den Bergfest-Aufenthalt der Klimapilgernden am 22. und 23. September in Warendorf: Martina Grundkötter und Stefanie Pfennig. Foto: Haus der Familie

Die Klimapilgernden sind inzwischen nach ihrem Start im polnischen Zielona Gora in Deutschland angekommen. Der Klimapilgerweg 2021 steht unter dem Titel „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“. Er führt vom 14. August über 1450 Kilometer in 77 Etappen von Polen durch Deutschland, die Niederlande und England ins schottische Glasgow. Dort findet ab dem 1. November die Weltklimakonferenz statt.

Bis zur Ankunft in Warendorf am 22. September liegen noch einige Kilometer vor den Pilgernden. Das Planungsteam für das Warendorfer Bergfest sieht sich bereits gut gerüstet für den Empfang. „Regionale und saisonale Köstlichkeiten stehen natürlich schon auf dem Speiseplan“, wie Martina Grundkötter (SA Eine Welt St. Laurentius) berichtet, die sich maßgeblich für das Pilgerfrühstück und die Organisation der Lunchpakete verantwortlich zeigt. Stefanie Pfennig vom Haus der Familie hat die Koordination der Planungen in die Hand genommen und macht in diesem Zusammenhang besonders auf das Schwerpunktthema aufmerksam: Die Klimapilgernden nehmen neben der Mobilität die Landwirtschaft besonders in den Blick.

Landwirtschaft steht im Fokus

Diesem Bereich wird ein erheblicher Einfluss auf den Klimawandel zugerechnet. Das bedeutet, dass hier viel gegen den Klimawandel getan werden kann. Dies hilft zum einen, für nachfolgende Generationen die Existenzgrundlage auf den Höfen zu sichern, da die Bauern und Bäuerinnen materiell unmittelbar von Extremwetterlagen oder fehlenden Insekten bedroht sind. Zum anderen rückt die Agrar- und Ernährungswende damit aber auch als gesamtgesellschaftliche und politische Aufgabe in den Mittelpunkt eines wirksamen und sozial gerechten Klimaschutzes.

Ziel ist Weltklimakonferenz in Glasgow

Die Klimapilgernden haben sich im Vorfeld mit der Situation der Bauern und Bäuerinnen auseinandergesetzt und Handlungsmaximen für eine klimafreundlichere Landwirtschaft entwickelt. Über allen Handlungsmaximen steht, dass angesichts der regionalen und weltweiten Verflechtungen das 1,5-Grad-Ziel nur durch Umsteuern hin zu einer lokal und global nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung erreichbar ist. Die Handlungsmaximen tragen die Klimapilgernden auf Schusters Rappen quer durch Europa zu den Menschen und zur Weltklimakonferenz in Glasgow. „Darum planen wir den kurzen Impuls und anschließenden Reisesegen am Morgen des 23. September dann auch ganz bewusst an der ,Essbaren Stadt‘“, so Stefanie Pfennig.

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