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Behördliche Hürden

Gemeinschaftliches Weihnachtssingen in Warendorf gescheitert

Warendorf

Markus Austerhoff hat sich ein gemeinschaftliches Weihnachtssingen auf dem Marktplatz in Warendorf gewünscht. Doch der 57-Jährige scheitert an den Behörden.  

Von Jonas Wiening

In Warendorfs "guter Stube" sollte das gemeinschaftliche Weihnachtssingen stattfinden. Doch daraus wird wohl nichts.  Foto: Markus Austerhoff

Eine Stunde lang gemütlich auf dem Marktplatz zusammenstehen und Weihnachtslieder singen. Diese Aktion, die schon seit längerem in anderen Städten und sogar Fußballstadien umgesetzt wird, würde Markus Austerhoff gerne auch in Warendorf veranstalten.

„Ganz ohne Theater, große Bühne oder kommerzielle Angebote - ich stelle mir einfach ein besinnliches, gemeinschaftliches Singen von Weihnachtsliedern vor“, sagt Austerhoff, der sich zunächst ein Stimmungsbild bei Facebook abholte, ob die Warendorfer überhaupt Interesse an so einer Veranstaltung hätten. Da das Feedback durchweg positiv war, wollte er kurzerhand alle Hebel in Bewegung setzen, um die Aktion kurzfristig durchführen zu können. Sogar einen Musiker, der die Veranstaltung hätte begleiten können, hatte Austerhoff an der Angel.

Zu viele behördliche Auflagen

Als Termin schwebte dem 57-Jährigen der 22. Dezember vor, wenn das Weihnachtswäldchen abgebaut ist, abends gegen 19 Uhr, wenn viele Leute Feierabend haben. 

Am Donnerstagmorgen sprach Austerhoff voller Hoffnung und Tatendrang mit der Stadt. Am Nachmittag aber folgte sogleich dann die Enttäuschung.

Die behördlichen Auflagen, die der 57-Jährige erfüllen sollte, seien utopisch gewesen. „Daraufhin habe ich gefragt, ob nicht die Stadt selbst als Veranstalter auftreten könne“, sagt Austerhoff auf Nachfrage unserer Zeitung. Aber auch dort bekam der Warendorfer eine klare Absage. Aktuell habe die Stadt noch mit dem Weihnachtswäldchen zu tun und im Anschluss, nach Abbau des Marktes, würden die Mitarbeiter direkt in den Urlaub gehen, so die Antwort, die er bekommen habe.

„Man scheint nicht spontan sein zu können. So etwas bedarf wohl einer langen Vorbereitungszeit und selbst dann sind die bürokratischen Hürden wohl groß“, sagt Austerhoff, der hörbar enttäuscht klingt. Er hatte so auf das Weihnachtssingen gesetzt.

Endgültig aufgeben will Markus Austerhoff seine Idee zwar noch nicht. Er prüfe noch, ob er eine Demonstration anmelden oder eines Flashmobs veranstalten kann. Doch sich mit der Stadt anlegen oder ein großes Risiko eingehen, das möchte der 57-Jährige auf keinen Fall.

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