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Neues Corona-Testzentrum in der City gestartet

Schutzanzug statt Sakko

Warendorf

Das neue Corona-Testzentrum in der City hat seinen Betrieb aufgenommen. Rund 400 Antigen-Schnelltests können täglich durchgeführt werden. Doch zunächst sind die Öffnungszeiten an die des Modehauses Ebbers gekoppelt.

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Eine Minute für den Nasenabstrich, dann noch mal 15 Minuten warten auf das Ergebnis. Foto: Rebecca Lek

„Testen wird die Eintrittskarte zur Normalität sein“, sagt Christoph Berger, Inhaber des Modehaus Ebbers in der Münsterstraße. Direkt neben dem Modehaus, in der ehemaligen Filiale von Ernstings Family, hat Berger das Corona-Testzentrum genau im Blick. Die Idee zu einem solchen Zentrum hatte der Geschäftsmann schon im März. Nach Kontakt mit dem Gesundheitsamt waren die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen schnell geklärt. Eine Minute für den Nasenabstrich, dann noch mal 15 Minuten warten auf das Ergebnis. Länger dauert es nicht, bis man sicher ist, Corona-frei zu sein. „Testen, testen, testen“ ist für Christoph Berger – neben der Impfkampagne – der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie.

Das leerstehende Gebäude mit den 220 Quadratmetern in der Münsterstraße bot sich perfekt als City-Testzentrum an. Frischer Anstrich, neue Technik. Zusätzlich wurde eine Abluftanlage verbaut. „Von uns als Modehaus erwartet man einfach, dass wir etwas stylisch sind“, schmunzelt Christoph Berger, der die Corona-Schnelltests auch selbst vornimmt.

Auch wenn das Testzentrum von seinen Angestellten mitbetrieben wird, soll Kerngeschäft weiter die Mode sein. Durch das Testangebot ermögliche man den Kunden einen schnellen und unkomplizierten Einlass ins Modehaus. Koppeln lässt sich ein Termin im Modehaus allerdings nicht mit einem im Testzentrum. „Datenschutztechnisch ist das nicht möglich“, erklärt Berger. Dennoch sind die Öffnungszeiten des Testzentrums vorerst identisch mit denen des Modehauses.

Rund 400 Antigen-Schnelltests können täglich durchgeführt werden. Auch wenn die Kapazität nicht vollständig ausgeschöpft wurde, zeigte sich Berger in der ersten Woche zufrieden. „Wir hatten nie Leerstand. Es kamen immer wieder Testpersonen.“ Allerdings würde er sich wünschen, dass die Termine vorab gebucht werden. Am Freitag leistete er vor allem viel IT-Support, denn Spontanentschlossene standen vor dem Testzentrum und versuchten Termine zu buchen. „Alle fünf Minuten können gleichzeitig fünf Termine gebucht werden. Wenn vor Ort das nächste Zeitfenster versucht wird zu buchen, brauchen die meisten für die Eingabe so lange, dass der Termin schon wieder verstrichen ist“, so der Inhaber des Modehaus, der sein Sakko mit dem Schutzanzug getauscht hat. Und er fügt hinzu: Wirt befinden uns noch im Lernprozess.“

Mit einem gebuchten Termin lässt man seinen QR-Code scannen und kann direkt in eine der vier Testkabinen gehen. Viele verwechseln den QR-Code mit der Luca-App. „Mit Corona setzen derzeit viele den QR-Code mit der Luca-App gleich und versuchen sich bei uns einzuloggen“, erzählt Berger, wobei er eine Kopplung mit der Luca-App oder auch der Corona-Warn-App als sinnvoll erachtet. Inwieweit das technisch umsetzbar ist, stehe jedoch auf einem anderen Blatt Papier.

Insgesamt seien die Warendorfer aber sehr verständnisvoll und vor allem dankbar, dass es direkt in der Innenstadt ein Testangebot gibt, erzählt Saskia Wessel-Terharn, die am ersten Tag den Einlass regelte. Die 28-Jährige arbeitet als Dekorateurin im Modehaus, findet es aber super spannend, das Testzentrum mit aufzubauen. Gerade der technische Support wäre in der Anfangsphase allerdings sehr erklärungsintensiv. „Einige haben mit ihren Handys Probleme. Gerade die ältere Generation hat Schwierigkeiten, da die Buchung ausschließlich online funktioniert.“ Das City-Testzentrum stellt sich aktuell noch breiter auf. Um eine eventuell erhöhte Nachfrage nach Tests befriedigen zu können, werden weitere Mitarbeiter des Modehauses geschult. Wie viele Tests dann maximal möglich sind, hat der Unternehmer allerdings noch nicht kalkuliert.

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