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„Warendorfer Bummelbändchen“

Shopping mit 2G: Kaufleute sehen Rot

Warendorf

Andere Städte haben gute Erfahrungen damit gemacht: Zutrittsbänder. Ab Freitag gibt es an der Ems die „Warendorfer Bummelbändchen“.

Von Jörg Pastoor

Zum Auftakt wird‘s rot: Die „Warendorfer Bummelbändchen haben am Freitag ihrer Premiere. Farbe und Datum wechseln täglich. Foto: Jörg Pastoor

Zur Premiere sehen die Kaufleute am Freitag Kaufleute Rot – und nichts lieber als das: Das „Warendorfer Bummelbändchen“ am Handgelenk, müssen Kunden der örtlichen Geschäfte nur noch einmal täglich zeigen, dass sie kein Corona-Virus mit zum Einkauf bringen. Wer sich als geimpft oder genesen ausweisen kann, bekommt bei aktuell 15 Geschäften (und der Tourist-Info) sein Bändchen. Mit täglich wechselnden Farben.

Das Ganze ist ein auf Initiative der Kaufmannschaft gelungener Schnellschuss. „Der Impuls kam am Wochenende Richtung Bürgermeister Horstmann. Wir haben uns dann direkt vor Geschäftsöffnung am Dienstagmorgen mit einigen Kaufleuten getroffen“, erzählt Thorsten Krumme. Der Wirtschaftsförderer und Stadtmarketing-Kollege André Auer waren nach etwas mehr als einer Stunden durch mit der Besprechung, hatten den Titel „Bummelbändchen“ mit im Gepäck – und wenig später den Auftrag für 30 000 Passierscheinchen verschickt.

André Auer

„Wir haben erst mal Bändchen bis Ende nächster Woche bestellt“, so André Auer zu den WN, „das mussten wir auch in Windeseile, weil die Lager der Firmen leer laufen.“ Dortmund zum Beispiel habe 600 000 Stück bestellt, aber nur 10 000 bekommen. Jetzt müsse man schauen, wie weit man mit der Startauflage bis zum vierten Adventssamstag komme. „Wir haben für den Freitag mit dem Latenight-Shopping zum Start 5000 Bändchen, für den Samstag 7000. Montag bis Donnerstag planen wir mit je 2500, den Freitag mit 3000 und Samstag mit 5000.“ Die Bändchen werden am Freitagmorgen an die Einzelhändler und Gastronomiebetriebe verteilt.

30000 Stück in der ersten Auflage

Wer die Daten der Kunden kontrolliert, hat dann auch die Verpflichtung, ihm das Bändchen umzulegen. „Einfach nur mitgeben gilt nicht“, sagt Thorsten Krumme, „da hat der Betriebsinhaber schon die Verantwortung.“ Der Bändchenträger kann jedenfalls ab Übernahme für den Rest des Einkaufstages Impfnachweis und Personalien stecken lassen – es reicht, die Bummellizenz vorzuzeigen. Am nächsten Tag verliert das außer mit einer anderen Farbe auch mit dem Datum versehene Armband seine Gültigkeit. Nur mit passender Tagesfarbe wiederholt sich der Vorgang.

Die Kosten von rund 2000 Euro für die Erstauflage übernimmt die Stadt – für Krumme reine Wirtschaftsförderung. Er weist darauf hin, dass sich gerne zusätzliche Betriebsinhaber melden und als „Vergabestelle“ der Bummelbänder aktiv werden können: Es können alle mitmachen!“

Video in Kooperation mit dem WDR:

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