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Erstes Warendorfer Stadtteilfest

Sieben Musikzüge spielen auf

Warendorf

Am 19. September findet das erste Warendorfer Stadtteilfest. Musik steht im Vordergrund – trotzdem sollen es gleich mehrere richtige Dorffeste werden.

Von Stephan Ohlmeier

Im Rathaus wurde das Konzept des ersten Warendorfer Stadtteilfestes vorgestellt. Foto: Stephan Ohlmeier

„Warendorf blüht auf“ unter diesem Motto steht am 19. September das erste Warendorfer Stadtteilfest. Es wird eine Veranstaltung, wie es sie noch nicht gegeben hat und bei der die sieben Musikzüge im Mittelpunkt stehen werden. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten die Organisatoren am Samstag im Rathaus das Konzept vor.

„Im gesamten Stadtgebiet wird es richtige Dorffeste geben“, ist Ideengeber und Organisator Jörg Middendorf überzeugt: „Dass alle Ortsteile mitmachen, finde ich genial.“ Wie der langjährige musikalische Leiter des Berittenen Fanfarenzugs Freckenhorst verriet, habe er seit längerem die Idee gehabt, eine gemeinsame Veranstaltung aller Ortsteile zu initiieren. Dass die Veranstaltung jetzt stattfinde, sei eine „Win-Win-Situation“. Zum einen hätten die Musikzüge in der Corona-Zwangspause nahezu keine Möglichkeit gehabt, vor Publikum zu spielen und Einnahmen für den Ausbildungs- und Probenbetrieb zu generieren. Zum anderen wolle man Bürgermeister Peter Horstmann in alle Ortsteile und mit den Bürgern ins Gespräch bringen. Die Grundidee laute „Ehrenamt hilft Ehrenamt“.

Offene Türen rannte Jörg Middendorf beim ersten Bürger der Stadt ein. „Als Stadt unterstützen wir die Veranstaltung gerne und wollen an diesem Tag auch das Ehrenamt würdigen“, sagte Horstmann. Vielleicht könne das Stadtteilfest ein Startschuss für die Vereine sein, aus der Corona-Lethargie auszubrechen. Zugleich habe man das Motto („Warendorf blüht auf“) mit Blick auf eine mögliche Landesgartenschau-Bewerbung bewusst gewählt. Er selbst werde mit dem Fahrrad alle Ortsteile besuchen und lade die Bürger ein, sich ihm anzuschließen.

Das Konzept des Stadteilfestes sieht vor, dass der Fanfarenzug und Spielmannszug Milte, die Stadtkapelle Warendorf, der Spielmannszug St. Georg Müssingen, der Orchesterverein Freckenhorst, der Berittene Fanfarenzug Freckenhorst und der Spielmannszug Freckenhorst jeweils für eine Stunde in drei Ortsteilen für Musik sorgen werden. Daneben versorgen Ehrenamtliche die Gäste mit Speis und Trank und stellen ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine, darunter Kutschfahrten und die Ausstellung von Oldtimer-Traktoren im gesamten Stadtgebiet, eine Strohrutsche in Freckenhorst. In Einen-Müssingen ist zudem ein Freiluftgottesdienst geplant.

Das Stadtteilfest beginnt um 10.30 Uhr parallel auf den Kirchplätzen in Einen-Müssingen und Milte, ehe Warendorf (St. Laurentius-Kirchplatz) um 12.30 Uhr und Freckenhorst (Kirchplatz) um 15 Uhr nachziehen. Den Schlusspunkt bildet Hoetmar, wo zwischen 14 Uhr und 20 Uhr gleich vier Spielmannszüge auf dem Kirchplatz auftreten werden. Nach der Corona-Schutzverordnung können an allen Standorten bis zu 2500 Gäste teilnehmen.

„Man kommt aus einem Jahr des Abwartens und Planes“, sagte Ansgar Drees als Vorsitzender des Heimatvereins Hoetmar stellvertretend für alle Ortsteile: „Wir freuen uns, endlich wieder Gastgeber sein zu dürfen.“

Um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, können die Bürger mit Bürgermeister Peter Horstmann radeln und dabei an einer Stadtrallye teilnehmen, bei der 500 Euro Preisgeld vergeben werden. Wer das Rad lieber stehen lassen möchte, kann einen von zwei Oldtimerbussen nutzen, um von A nach B zu kommen. Den Erlös wollen die Organisatoren solidarisch teilen und spenden.

„Besser kann man Ehrenamt und die Lebenswürdigkeit in unserer Region nicht zeigen“, ist Sparkassen-Vorstand Peter Scholz überzeugt. Die Sparkasse Münsterland Ost ist Hauptsponsor des Tages der Musikzüge. Mit Blick auf eine Wiederholung des Stadtteilfestes in den kommenden Jahren – zum Beispiel als Tag der Schützen oder der Chöre – versprach Scholz: „An uns soll es nicht scheitern.“

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