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Neujahrskonzert im Theater am Wall

Sinfonieorchester bietet stimmungsvollen Start

Warendorf

Mit stimmungsvollen Melodien aus Musical und Film startete das Sinfonieorchester der Schule für Musik ins neue Jahr. Und mit ihnen ein bestens unterhaltenes Publikum.

Von Axel Engels

Melodien aus Musical und Film präsentierte das große Sinfonieorchester der Schule für Musik. Foto: Axel Engels

Endlich gab es nach zweijähriger Pause wieder ein Neujahrskonzert mit dem großen Sinfonieorchester der Schule für Musik im Kreis Warendorf. Einen freien Platz suchte man am Sonntagnachmittag im Theater am Wall wohl vergebens, so groß war die Resonanz bei den Liebhabern feinster Orchestermusik.

Bei der Begrüßung betonte Landrat Dr. Olaf Gericke, dass viele Dinge wie solch ein Konzert eben nicht selbstverständlich seien. Wenn man seinen Blick auf die Situation der Menschen in der Ukraine wirft, dann erscheinen Begriffe wie Freiheit und Demokratie in einem ganz anderen Licht. Auch Holger Blüder dankte für die Treue der Musikliebhaber, schon das Neujahrskonzert in Oelde war ja ein großer Erfolg.

Dass viele Dinge wie ein schönes Konzert nicht selbstverständlich seien, betonte Landrat Dr. Olaf Gericke bei seiner Begrüßung.  Foto: Axel Engels

Danach ging es mit Esprit und Leidenschaft in die Welt der großen Melodien aus Musical und Film. Einen stimmungsvolleren und lebendigeren Beginn konnten sich die Musikliebhaber wohl nicht vorstellen als solch ein Konzert, bei dem das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute bestens unterhalten wurde. Mit einem Arrangement der bekanntesten Melodien aus George Gershwins „Porgy und Bess“ von Chuck Sayre startete das Orchester unter dem Dirigat von Holger Blüder auf ganz hohem Niveau. Bei dieser Reise in die Welt der Afroamerikaner in Charleston genoss man die allseits bekannten Melodien. Da erwärmte „Summertime“ die Herzen und riss „I got plenty or nothing“ bei solch spritziger Spielweise einfach jeden mit. Auch das „’S Wonderful“ aus dem Jahre 1927 erklang wie vom Staub der Zeit befreit in einer wunderbaren Interpretation.

Modernere Musicalmelodien aus dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber zeigten, dass das Orchester auch hier bestens zu Hause ist. Mit feinster Stimmgruppentrennung und kultivierter Spielweise erklangen Songs wie „Can you feel the love tonight“ von Elton John, ließ man sich entführen beim großen Medley aus „Les Miserábles“ von Claude-Michel Schönberg in das Paris des Jahres 1832.

Erwartungen übertroffen

Nach der Pause ging es dann in die Welt der großen Hollywood-Filme. Da durfte natürlich „Es war einmal in Amerika“ von Ennio Morricone nicht fehlen. Und auch der Ausflug in die Welt der Mafia mit Nono Rotas „The Godfather“ aus dem Film „Der Pate“ war einfach ein Genuss. Die Filme um den Geheimagenten wie James Bond boten auch immer musikalisch herausragende Songs, die das Orchester in einem farbenreichen Medley präsentierte. Wenn man dann noch Indiana Jones auf seiner Suche nach dem Königreich des Kristallschädels begleitete, waren sicherlich die Erwartungen des Publikums weit übertroffen worden. Im großen Finale reiste man mit Holger Blüder und dem bestens aufgelegten Orchester dann in die Südsee zu Captain Jack Sparrow, erklangen die Melodien aus „Pirates of the carribean“ in einer klangvollen Weise, die man so schnell nicht vergisst.

Holger Blüder übernahm das Dirigat und dankte für die Treue des Publikums. Foto: Axel Engels

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