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Nachhaltige Hilfe der Aktion Kleiner Prinz im Ahrtal

Sozialarbeit für Jahre gesichert

Warendorf

Hilfsangebote für das Ahrtal gab und gibt es viele. Doch viele sind kurzfristig angelegt. Ganz anders agiert die Organisation Aktion Kleiner Prinz.

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Trafen sich zur Unterzeichnung einer Vereinbarung, nach der die Aktion Kleiner Prinz die Teilfinanzierung einer Sozialarbeitsstelle übernimmt (v.l.): Dieter Grothues, Annette Gier, Sarah Wessel, Peter Diewald, Martin Schulte und Ricarda Reker-Nass Foto: Aktion Kleiner Prinz

Das Hochwasser an der Ahr ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Vor Ort wird aber immer noch auf Hochtouren gearbeitet, längst sind die immensen Schäden nicht beseitigt. „Die Menschen hier sind unermüdlich dabei, ihre Häuser wieder herzurichten“, erklärt Peter Diewald, Erster Beigeordneter der Doppelstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Wir sind hier im Hochwassergebiet unendlich dankbar für die Hilfe, die dabei geleistet wurde und immer noch wird. Da sind zum einen die fleißigen Helfer, die manchmal seit Monaten an jedem freien Wochenende anreisen und ihre Handwerkskraft einbringen. Ohne sie sähe es hier noch ganz anders aus. Und dann sind da die Organisationen wie die Aktion Kleiner Prinz, die uns von Anfang an begleitet hat, zuerst mit sinnvoller Akuthilfe, wie der Lieferung von Dixi-Toiletten und Bauwagen für einen Kindergarten, dann mit Wohncontainern für unsere Offene Kinder- und Jugendarbeit, die Okuja.“

Damit aber nicht genug: Aktueller Anlass für den Besuch der Delegation aus Warendorf war die Unterzeichnung einer Vereinbarung, nach der die Kinderhilfsorganisation die Teilfinanzierung der Stelle einer Sozialarbeiterin oder eines Sozialarbeiters mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit übernimmt. Und das für voraussichtlich vier Jahre. „Das ist wirklich nachhaltige Hilfe eines verlässlichen Partners“, so Diewald. Und Annette Gier, seit zwölf Jahren als Sozialarbeiterin mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit tätig, ergänzt: „Wir freuen uns sehr auf Verstärkung. Es ist so wichtig, die Kinder und Jugendlichen durch die Nach-Hochwasser- und Coronazeit zu begleiten.“

Schwerpunkt Traumabewältigung

Weiter ging es für die Delegation nach Ahrweiler, wo eine ähnliche Vereinbarung zur Einrichtung einer Sozialarbeiterstelle mit der „Lebensberatung Ahrweiler“, einer Einrichtung der Diözese Trier, getroffen worden war. Schwerpunkt ist hier die Traumabewältigung. „Es geht uns darum, die Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung von Traumafolgen zu stärken“, erläutert Sylvia Plum, die diese Aufgabe übernommen hat. „Oft haben die Kinder selbst schon Strategien entwickelt, wie sie mit dem Erlebten umgehen können. Dabei wollen wir sie unterstützen sowohl mit Kreativ- als auch mit Gesprächsangeboten.“

Perspektive für vier Jahre

Auch der „Lebensberatung“ ist die Nachhaltigkeit der Hilfe, die die Aktion Kleiner Prinz leistet, wichtig. „Es gibt viele Hilfsangebote. Leider gehen diese nur selten zeitlich über die nächsten Monate hinaus“, so Christof Everts, Leiter der Einrichtung in Ahrweiler. „Mit der Schaffung dieser Stelle haben wir aber eine Perspektive für die nächsten vier Jahre.“

Dieter Grothues, Martin Schulte, Sylvia Plum und Christof Everts vor der Lebensberatung Ahrweiler Foto: Aktion Kleiner Prinz

Dieter Grothues, Projektleiter der Aktion Kleiner Prinz, betont ebenfalls die Wichtigkeit der nachhaltigen Hilfe. „Wir denken, dass wir damit den Auftrag unserer Spender erfüllen, ohne die diese beide Projekte nicht möglich gewesen wären.“

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