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Hundewiese am Wiebusch beantragt

Sozialisierung auf dem Fußball-„Acker“

Hoetmar

Eine Hundewiese, auf der Vierbeiner ohne Leine mit Artgenossen herumtoben können, wünschen sich Wiebke und Martin Zäh. In ihren Augen wäre der nicht mehr genutzte Fußballplatz am Wiebusch die ideale Fläche.

Joke Brocker

Wiebke und Martin Zäh, hier mit Hündin Nala, wünschen sich eine Hundewiese in Hoetmar. Ideal wäre nach ihrer Ansicht der nicht mehr genutzte Fußballplatz hinter den Sportanlagen am Wiebusch. Foto: Brocker

Sehnsüchtig lässt Nala den Blick über die große Grünfläche am Wiebusch schweifen. Man merkt der Akita-Hündin an, wie gerne sie jetzt und hier über die Wiese toben würde. Ohne Leine und mit Artgenossen. Stattdessen sitzt sie nun, angeleint und ganz brav, zwischen Wiebke und Martin Zäh, die in einem Pressegespräch erörtern, warum der Platz am Wiebusch eine ideale Hundewiese wäre.

Wie schon in einem an den Bürgermeister und die Ratsmitglieder gerichteten Antrag, bemerkt Martin Zäh, dass es in Warendorf und seinen Ortsteilen bislang keine öffentlich zugänglichen, eingezäunten Hundewiesen gebe. Und das, obwohl sich doch auch in Warendorf Hunde großer Beliebtheit erfreuten. Die Möglichkeit für Hunde, sich frei zu bewegen, dabei andere Hunde zu treffen und mit ihnen herumzutoben, was der Sozialisierung der Tiere dient, sei leider eingeschränkt, bedauern Martin und Wiebke Zäh. Der große Fußballplatz, der bei vielen Fußballern als „Acker“ verschrieen war und seit Fertigstellung des Kunstrasenplatzes auf dem ehemaligen Ascheplatz nicht mehr genutzt und gepflegt wird, wäre nach Ansicht der Zähs das ideale Terrain für eine Hundewiese.

Es müsse ja nicht die gesamte Fläche, die nach Auskunft von David Graubner, Büroleiter und persönlicher Referent des Bürgermeisters, etwa 9500 Quadratmeter groß und in städtischem Besitz ist, genutzt werden, räumt er ein. Ein Areal mit den Ausmaßen des Mini-Sportfeldes würde eigentlich schon ausreichen.

In jedem Fall müsste die Wiese eingezäunt und optimalerweise müssten ein Hundekotbeutel-Spender und ein Mülleimer aufgestellt werden. „In Verbindung mit dem nahe gelegenen Kiosk am Wiebusch, der Infrastruktur des Sportgeländes und dem am Wiebusch eingerichteten Wohnmobilstellplatz mit Übernachtungsmöglichkeit wäre die Hundewiese nicht nur für die Hoetmarer Hundehalter eine Bereicherung“, ist Martin Zäh überzeugt.

Hinsichtlich der Ausgestaltung eines Hundeauslaufs gebe es nach dem Kenntnisstand der Verwaltung keine rechtlichen Vorgaben oder Reglementierungen, kommentiert Graubner die Idee, die voraussichtlich in der kommenden Woche den Umweltausschuss im Zuge der Haushaltsberatungen beschäftigen werde.

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