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Ansturm auf Digitalen Impfpass in Apotheken hält sich in Grenzen

Startschwierigkeiten mit dem Server

Warendorf

Viele Apotheken in Warendorf stellen seit Montag einen digitalen Impfnachweis für Menschen aus, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Kosten für die Kunden fallen dabei nicht an. Die Apotheken haben sich in den vergangenen Tagen technisch vorbereitet. Über das Online-Portal www.mein-apothekenmanager.de können sich die Warendorfer anzeigen lassen, welche Apotheken in ihrer Nähe den digitalen Impfnachweis bereits ausstellen können.

Von Joachim Edlerund

Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, kann sich das in Apotheken bestätigen lassen. Foto: dpa

Seit Montag kann man sich auch in Warendorf seinen digitalen Impfpass besorgen – der Start in den Apotheken verlief aus technischer Sicht allerdings etwas holprig: „Das Anmeldeproblem hatte sich aber nach einer Stunde gelegt. Als der Server dann lief, war alles in Ordnung“. Für das Verhalten der Warendorfer haben alle befragten Apotheken ein Lob übrig: „Der Ansturm ist gut, allerdings nicht so groß wie bei den Gratis-Masken. Die meisten sind vernünftig und kommen nicht am ersten Tag.“

Auch die Löwen-Apotheke hat ähnliches zu berichten: „Es gab schon einen großen Ansturm am Montagmorgen. Da standen die Leute vor der Tür. Mittlerweile geht es gut. Es gibt keine großen Schlangen mehr“, erzählt eine Mitarbeiterin auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten. „Aber zu tun gibt es neben dem normalen Geschäft immer noch viel.“

Lob für die Kunden gab es auch aus der Adler-Apotheke im Ärztezentrum: „Gott sei dank waren alle vernünftig. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Impfpass in Papierform ja nach wie vor gültig ist.“

Der digitale Impfpass ist eine zusätzliche Möglichkeit, um Corona-Impfungen zu dokumentieren. Geimpfte können damit laut des Bundesministeriums für Gesundheit Informationen wie zum Beispiel Impfzeitpunkt und Impfstoff bequem auf ihren Smartphones – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App digital speichern. Ab Mittwoch soll das auch über die Luca-App möglich sein. In allen Fällen wird der persönliche Impfnachweis lokal auf dem Smartphone gespeichert. Der gelbe Impfpass in Papierform muss dann nicht mehr mitgeführt werden.

Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, kann sich das in Apotheken bestätigen lassen.

So funktioniert der digitale Impfnachweis:

Viele Apotheken in Warendorf stellen seit Montag einen digitalen Impfnachweis für Menschen aus, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Kosten für die Kunden fallen dabei nicht an.

Die Apotheken haben sich in den vergangenen Tagen technisch vorbereitet. Über das Online-Portal www.mein-apothekenmanager.de können sich die Warendorfer anzeigen lassen, welche Apotheken in ihrer Nähe den digitalen Impfnachweis bereits ausstellen können.

Wer im Impfzentrum in Ennigerloh geimpft wird, muss sich um nichts kümmern. Die technische Lösung für das Impfzentrum sei jedoch noch in Vorbereitung und frühestens ab Mitte der Woche einsatzbereit. Der für den digitalen Nachweis erforderliche QR-Code wird in der Regel mit dem zweiten Impfgang ausgehändigt.

Wer seine Schutzimpfung in einer Arztpraxis erhalten hat oder noch erhält, kann demnächst entweder in der Praxis selbst um ein Zertifikat bitten oder sich in einer Apotheke die Impfung digital bestätigen lassen. Der Ablauf sieht folgendermaßen aus:

Zunächst muss die entsprechende App auf das Smartphone geladen werden

Vollständig Geimpfte gehen mit ihrem Impfnachweis und einem Ausweisdokument in die Apotheke

Die Apothekerinnen und Apotheker müssen über ein Portal Impftermine, Impfstoff, Chargennummer und Personalien manuell eingeben, diese werden dann an das Robert-Koch-Institut übertragen. Der Geimpfte erhält daraufhin einen QR-Code, der vor Ort ausgedruckt wird. Der QR-Code muss in einem letzten Schritt mit der Kamera des Smartphones in die entsprechende App eingespielt werden.

Die EU-Länder hatten sich erst kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man unter anderem Corona-Impfungen und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

„Zum Start am Montag ist in den Apotheken Westfalen-Lippes der Andrang auf die neuen digitalen Impfnachweise groß gewesen. Am Morgen war zeitweise das Portal www.meinapothekenmanager.de überlastet. Mittlerweile läuft es reibungslos“, so Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

Die Apotheken vor Ort seien die ersten Institutionen, die digitale Impfnachweise bereits ausstellen können. Innerhalb kürzester Zeit hätten sie dies möglich gemacht, so Michels weiter. Die Apotheken erbrächten diese zusätzliche Leistung neben der täglichen Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln, der pharmazeutischen Betreuung und Beratung der Menschen, neben der aufwendigen Belieferung der Arztpraxen mit den sensiblen Covid-Impfstoffen und dem Angebot von Schnelltests.

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