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Benefiz-Trödelmarkt

Stöbern beim „Kleinen Prinzen“

Warendorf

„Was man hier nicht findet, das braucht man nicht“, scherzt Martin Schulte inmitten der großen Lagerhallen, in denen von Kleidung über Kunst bis hin zu Möbeln wirklich fast alles, was das Herz begehrt, angeboten wird. Der Trödelmarkt der Aktion Kleiner Prinz ist schon Programm. Noch bis zum 3. Oktober darf gestöbert und gekauft werden – allerdings nach Voranmeldung über die Homepage.

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Gut besucht aber kein Gedränge beim Trödelmarkt des Kleinen Prinzen – die buchbaren Zeiträume ermöglichten eine entspannte Schnäppchenjagd. Foto: Andreas Engbert

Es weihnachtet sehr: „Die Engel wollte mein Mann unbedingt haben“, zeigt Petra Aundrup auf die hölzernen Weihnachtsengel, die ihr Mann Andreas in den Händen hält. Sie selbst zeigt stattdessen schon fast stolz ihren eigenen „Fang“, einen altes Pferdegeläut. Ein Pferd hätten sie zwar nicht, aber eine Verwendung für das erstandene Schätzchen werde sich schon finden, ist sich das Ehepaar sicher. Die gute Laune der beiden ist exemplarisch für die Stimmung, die beim großen Trödelmarkt der Aktion Kleiner Prinz herrscht.

„Was man hier nicht findet, das braucht man nicht“, scherzt Martin Schulte inmitten der großen Lagerhallen, in denen von Kleidung über Kunst bis hin zu Möbeln wirklich fast alles, was das Herz begehrt, angeboten wird. Der Trödelmarkt der Aktion Kleiner Prinz ist schon Programm. Noch bis Montag (3. Oktober) darf gestöbert und gekauft werden. Seit Donnerstag hatte die Warendorfer Kinderhilfsorganisation ihre Hallen an den Hartsteinwerken wieder hergerichtet, um das an Mann und Frau zu bringen, was das Jahr über an Sachspenden abgegeben wurde. Und das war schon viel, sehr viel.

„Unsere Helferinnen und Helfer haben inzwischen ein gutes Gespür dafür, was wir von den Sachspenden gut auf dem Trödelmarkt verkaufen können und welche Dinge in Rumänien dringend gebraucht werden“, erläutert Martin Schulte, dass die Spenden direkt sortiert und passend eingelagert werden. Was nicht auf dem Trödelmarkt landet, wird als Hilfslieferung zur Caritas Satu Mare geschickt.

Innerhalb weniger Tage lässt sich die Lagerhalle des Vereins durch die Ehrenamtlichen so schnell zu einem gut sortierten Trödelmarkt umbauen. Gut 60 Mitglieder sind für den Markt im Einsatz, 30 von ihnen an jedem jeden Öffnungstag vor Ort. Nach verschiedenen Themen werden die gebrauchten Gegenstände aufgebaut und angeboten. Gleich am Eingang findet sich die Porzellan-Abteilung, umgeben vom Büchershop und der Kinderspielecke. Im Antikbereich findet sich unterdessen alles, was alt und älter ist. „Natürlich ist da noch Garantie drauf“, lachen die ehrenamtlichen Helferinnen, die den Bereich betreuen, mit Blick auf das schwarze Bakelit-Telefon mit Wählscheibe, als ein Kunde versucht, den Preis ein wenig herunterzuhandeln.

Feilschen ist, wie es sich für einen Trödelmarkt gehört, natürlich auch hier guter Brauch. Aber die Aktiven versuchen auch, nichts unter Preis zu verscherbeln. Denn der Kleine Prinz kann das Geld gut gebrauchen: „Wir verwenden die Einnahmen des Trödelmarktes für unsere laufenden Projekte in der ganzen Welt“, berichtet Martin Schulte. Geldspenden seien oft zweckgebunden, sodass der Verein den Trödelmarkt-Gewinn dort verwenden kann, wo er am dringendsten benötigt wird.

Zufrieden zeigten sich die Organisatoren mit dem System, dass sich die Besucher übers Internet anmelden müssen. Was ursprünglich als Coronaschutzmaßnahme vorgesehen war, habe sich bewährt und werde vermutlich auch in den kommenden Jahren beibehalten, um für entspanntes Trödeln bei den Besuchern und den Helfern zu sorgen.

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