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Idee des Sohnes direkt in die Tat umgesetzt

Tapferkeitsurkunde für kleine Helden

Warendorf

Damit der kleine Jona Darpe die erfolgte Coronaschutzimpfung wie erwünscht im Kindergarten zeigen konnte, haben seine Eltern, die Unternehmer Sven und Julia Darpe, eine „Tapferkeitsurkunde“. entworfen.  Davon können nun weitere Kinder profitieren.

Von Andreas Engbert

Jona Darpe hat es jetzt schriftlich: Er ist ein kleiner Held. Das zeigt seine „Tapferkeitsurkunde“, die er nach seiner Coronaschutzimpfung durch Kinderarzt Dr. Romanus Röhnelt ausgehändigt bekam. Foto: Andreas Engbert

Für Kinderarzt Dr. Romanus Röhnelt sind die kleinen Patienten, die die Spritze mit der Coronaimpfung ertragen, tapfere Helden: „Die meisten haben im Moment der Impfung schon Respekt“, hat der Mediziner beobachtet. Aber auch, dass auch die kleinsten der Patienten anscheinend schon begreifen, dass es dabei um etwas Wichtiges geht. Rund 1300 Kinder aus Warendorf und sogar der weiteren Umgebung hat Röhnelt in seiner Praxis im Gesundheitszentrum am Krankenhaus schon gegen Covid-19 geimpft. Seit dieser Woche wird ihnen die Tapferkeit bei der Impfung offiziell bescheinigt – und das nicht mehr nur im Impfbuch.

200 Tapferkeitsurkunden

Am Donnerstag übergaben Julia und Sven Darpe die ersten 200 Tapferkeitsurkunden an den Kinderarzt. Hochwertig gedruckt wurden die Urkunden von Darpe Industriedruck, gestaltet von Julia Darpe in ihrer Agentur „Geistreich“. Und die fröhlich-bunten Dokumente, auf denen der impfende Arzt nur noch den Namen des Kindes eintragen und dann unterschreiben muss, fallen schnell ins Auge. Ein, am Pflaster gut erkennbar offensichtlich frisch geimpfter, gut gelaunter Comic-Superheld strahlt den Betrachter an, während die stilisierten Krankheitserreger so gar nicht mit der Impfung einverstanden zu sein scheinen.

Die Idee zu der „Impfbelohnung“ war dem Ehepaar Darpe gekommen, nachdem der fünfjährige Sohn Jona sein Pflaster nach der Impfung unbedingt bis zum nächsten Kindergartentag auf dem Arm behalten wollte, um es dort stolz zu präsentieren: „Am Abend vorher ist es dann leider abgefallen“, bedauert Mutter Julia Darpe, die sich tags drauf direkt an die Gestaltung der Urkunden machte.

Tapferkeitsurkunde von der Agentur Geistreich Foto: Andreas Engbert

Dass sie sich selbst impfen lassen würden, stand für die Unternehmer fest, nachdem Julia Darpe im September 2020 mit dem Coronavirus infiziert war. Die Infektion selbst war mit temporärem Geschmacksverlust und leichtem Schnupfen schnell überstanden.

Doch nach einigen Wochen habe sie dann zunehmend Luftnot und Müdigkeit verspürt, an Sport war bis zum Sommer nicht zu denken. „Für mich war die Entscheidung zur Impfung einfach. Doch wenn man für seine Kinder entscheiden muss, ist das schon schwieriger“, sagt Sven Darpe und freut sich, mit Dr. Romanus Röhnelt als Kinderarzt des Sohnes einen kompetenten Ansprechpartner gefunden zu haben, der fachlich informiert und umfassend aufklärt hat.

Frühere Entscheidung der Ständigen Impfkommission gewünscht

Er selbst hätte sich eine frühere Entscheidung der Ständigen Impfkommission gewünscht, betont der Kinderarzt, der davon ausgeht, dass schon bald auch für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren die sogenannte Boosterimpfung freigegeben werde.

Um so mehr freut er sich, den geimpften Kindern mit den neuen Urkunden nun auch eine bleibende

Belohnung mit auf den Heimweg geben zu können. Die Urkunden möchten Julia und Sven Darpe jetzt gerne auch weiteren Kinderärzten für ihre Impfkampagnen zur Verfügung stellen: „Die Praxen dürfen sich gerne bei uns melden!“

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