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Aktionsstand der Polizei am Wochenmarkt

Taschendiebe lieben Gedränge

Warendorf

Direkt an einem klassischen Tatort für Taschendiebe, nämlich auf dem Wochenmarkt am Dienstag, wollte die Kriminalprävention der Polizei für das Thema Taschendiebstahl sensibilisieren. Nach der Kriminalitätsanalyse für 2021 wurden im gesamten Kreis 203 Menschen bestohlen und 6,4 Prozent der Diebe wurden ermittelt.

Von Isabel Brinkmann

Polizeihauptkommissar Helmut Linnenbank, Kriminaloberkommissarin Melanie Ossenbrink und Kriminalhauptkommissar Carsten Soszynski (v.l.) vor der Volksbank Foto: Isabel Brinkmann

Am Dienstagmorgen während des Wochenmarktes hatte die Kriminalprävention der Polizei am Münstertor einen Stand zum Thema Taschendiebstahl aufgebaut. Die kreisweite Aktion dient als Sensibilisierung für die Bürger, indem die Profis Hinweise und Tipps geben, wie man einen Taschendiebstahl am besten vermeidet.

Nach Angaben der Kriminalitätsanalyse gab es hier im Jahr 2021 26 Taschendiebstähle, von denen 3,85 Prozent aufgeklärt wurden. Im gesamten Kreis wurden 203 Menschen bestohlen und 6,4 Prozent der Diebe wurden ermittelt. Im Vergleich zu 2018 waren es vor Ort 34 Taten und davon wurden 2,94 Prozent aufgeklärt.

Diese Art von Diebstahl kann jeden treffen. Senioren werden beklaut, indem sie ihre Wertsachen in den Rollator legen, die Diebe einfach dran kommen und es entwenden. Aber auch jungen Leuten kann einfach das Handy aus der Hosentasche geklaut werden.

Taschendiebe sind meist unauffällig gekleidet.

Ein Taschendieb lässt sich nicht am Äußeren erkennen, da er meistens unauffällig gekleidet ist.

Die Täter sind geschickt und oft in Gruppen unterwegs, um das Diebesgut unauffällig weiter zu reichen. Somit ist es kurz nach dem Diebstahl nicht mehr beim Haupttäter, sondern schon längst bei einem Komplizen. Außerdem sind die Diebe vermehrt in Menschenmengen und im Gedränge aufzufinden – wie in Kaufhäusern und in Warteschlangen.

Um einem Taschendiebstahl aus dem Weg zu gehen, empfiehlt die Polizei zum Beispiel, dass man Wertsachen nah am Körper tragen sollte wie in Brustbeuteln oder verschließbaren Innentaschen. Beutel und Handtaschen sollten verschlossen unter dem Arm getragen werden – mit der Verschlussseite nach innen. Wertsachen sollten nie im Einkaufswagen liegen und unbeaufsichtigt sein.

Nur benötigten Geldbetrag auf dem Markt mitnehmen

Ein weiterer Tipp ist, dass man auf dem Markt, nur den benötigten Geldbetrag mitnimmt und nicht das ganze Portemonnaie mit wichtigen Karten. Wer die EC-Karte bei sich trägt, sollte den PIN-Code nicht unmittelbar daneben aufbewahren, dann kann ein Dieb zusätzlich noch Geld am Automaten abheben. Jedem Diebstahlopfer empfiehlt die Polizei, gleich nach der Tat Strafanzeige zu erstatten. Wenn Bezahlkarten entwendet wurden, sollten die betroffenen Kunden diese schnellstmöglich sperren lassen.

Kriminalhauptkommissar Carsten Soszynski erzählte im WN-Gespräch, dass die Menschen durch Corona sowieso sensibler geworden sind und somit einen gewissen Abstand wahren. Dadurch wird dem Taschendiebstahl vorgebeugt – sozusagen automatisch.

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