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„Besitzbarer“ Werbeträger

Totzek will der Bank Beine machen

Warendorf

Sie ist ein echter Eyecatcher, die Landesgartenschau-Bank, die Dr. Winfried Totzek vor dem DOKR-Haupteingang aufgestellt hat. Geht es nach ihm, wird das „besitzbare“ Kunstwerk spätestens nach erfolgreicher Bewerbung um die Landesgartenschau 2026 auch an anderen Orten Werbung für einen Besuch in Warendorf machen.

Von Joke Brockerund

Dr. Winfried Totzek und sein bruchsicheres Bankgeheimnis vor den Toren des DOKR. Sollte die Laga 2026 tatsächlich in Warendorf stattfinden, möchte der Künstler seiner Bank Beine machen und sie als Werbeträger auf Wanderschaft schicken. Foto: Joke Brocker

Von seiner neuesten Design-Idee, einem löcherig-luftigen Sommerhemd für den modebewussten Herrn soll an dieser Stelle nicht die Rede sein – wenngleich es sich unter dem Label „Laga-Look“ anlässlich einer Landesgartenschau in einem hoffentlich heißen Sommer 2026 in Warendorf gewiss gut vermarkten ließe.

Nein, die Landesgartenschau-Bank, die seit den Bundeschampionaten ein bisschen versteckt vor den Toren des DOKR und gleich neben der Skulptur der Wunderstute Halla steht, hat Winfried Totzek, ehemaliger Warendorfer Psycho-Orthopäde und erfinderischer Künstler, genau genommen schon vor Jahren entworfen. Sozusagen als „besitzbaren“ Werbeträger für die Landesgartenschau 2017. Nachdem Bad Lippspringe den Zuschlag erhalten hatte, war die Bank wohl auf dem Dachboden des umtriebigen Künstlers, nicht aber aus dessen Gedanken verschwunden.

Als der über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Totzek von der erneuten Bewerbung der Stadt um die Landesgartenschau hörte, unterzog er die Bank einer kosmetischen Behandlung, prüfte, unterstützt von seiner Frau, gleich mehrere potenzielle Standorte im öffentlichen Raum, um schließlich die FN von seinem „bruchsicheren Bankgeheimnis“ zu überzeugen. Bei der Durchsicht der FN-Satzung habe er eine wichtige Entdeckung gemacht, erzählt der Künstler: Der mit rund 6000 persönlichen und 682 000 Vereinsmitgliedern achtgrößte deutsche Sportbund sei nicht nur Interessensvertreter für den Breiten-, Spitzen-, und Turniersport aller deutschen Reiter, Fahrer und Voltigierer. Satzungsgemäßer Zweck sei neben der Förderung des Sports, der Zucht und des Tierschutzes auch die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Umweltschutzes.

Eben diese Schutzbereiche stehen nach Totzeks Beobachtung auch im Zentrum der Überlegungen, Diskussionen und Bemühungen der Warendorfer, ihrer politischen Vertreter und der Stadtverwaltung bei ihren Bemühungen um eine möglichst erfolgreiche Laga-Bewerbung.

Gemäß seiner Devise, unter neuer Auslegung der Vergangenheit die Gegenwart zu erkunden, die Zukunft mit einem neugierigen, kritischen Geist zu erfragen, neue Ideen auszustrahlen und deren Realisierung zu forcieren, habe die FN noch kurz vor dem Bundes-Championat die Landesgartenschau-Bank 2026 unmittelbar vor Halla und den Olympischen Ringen im Hintergrund, aufgestellt, freut sich Totzek.

Prompt stieß der kunstsinnige Bürgermeister bei einem Besuch der FN auf Totzeks „Bankgeheimnis“ und fand offenbar Gefallen daran. „Wir sind miteinander im Gespräch“, verrät der Künstler.

Sollte die Warendorfer Bewerbung um die Landesgartenschau 2026 tatsächlich den Zuschlag bekommen, möchte Winfried Totzek „der Bank Beine machen“ und sie auf Wanderschaft schicken. Als Werbeträger für die Laga könne sie vor Rathäusern oder an anderen PR-geeigneten Orten in ganz Deutschland aufgestellt werden. „Die Bürgermeister haben ja untereinander Kontakt“, ist Totzek überzeugt und überlässt die Details rund um diesen besonderen „Wanderzirkus“ gerne dem Organisationskomitee.

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