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Ilka Pelke übernimmt Leitung der Dechant-Wessing-Schule

„Trage eine große Verantwortung“

Hoetmar

Nach sechs Jahren hat die Dechant-Wessing-Schule wieder eine Schulleiterin. Die 47-jährige Ilka Pelke trat am Montag ihren Dienst an und freut sich auf die neue Aufgabe.

Von Rebecca Lekund

An ihrem ersten Tag in der Dechant-Wessing-Schule schritt die neue Schulleiterin Ilka Pelke durch ein Spalier und freute sich über ein Schul-T-Shirt (kleines Foto). Foto: Rebecca Lek

Schüler, Eltern und Lehrer an der Dechant-Wessing-Schule fieberten dem Montag entgegen. Nachdem Dorothee Nottebaum sechs Jahre lang den Posten der Schulleiterin kommissarisch inne hatte, hatte man mit Ilka Pelke eine Kandidatin für den Posten gefunden.

Die 47-Jährige freute sich über einen feierlichen Empfang bei strahlendem Sonnenschein. Durch ein Spalier aus Schülern wurde sie Richtung Altbau gelotst und mit Chorgesang „Wir woll‘n Frau Pelke sehen“ begrüßt.

Nottebaum übernahm den Willkommensgruß, verabschiedet sich jedoch nicht von der Schule, sondern bleibt als Lehrerin erhalten. „Ihr habt Glück. Nach 20 Jahren begrüßen wir zum ersten Mal wieder eine neue Direktorin. Und wenn ich richtig gerechnet habe, könnte Frau Pelke auch die nächsten 20 voll machen“, meinte Nottebaum zu den Kindern. Alleine hätte sie die Aufgabe der Leitung nicht geschafft, bekannte Nottebaum. Durch eine „demokratische Führung auf Augenhöhe“ habe sie immer auf die Unterstützung der Kollegen zählen können. Daher dankte sie diesen für die gute Zusammenarbeit. „Nehmen Sie sich Zeit, um anzukommen und nehmen Sie uns mit bei guten Ideen“, riet sie der neuen Schulleiterin.

Von der Schulpflegschaft sowie dem Förderverein gab es eine Notfallbox für Pelke: unter anderem enthielt diese Tee für die innere Ruhe, Seifenblasen, um den Stress wegzupusten und Büroklammern, um alles zusammenzuhalten.

Ilka Pelke

Die Aufgabe scheint besonders schwierig zu sein, denn die Lehrer hatten die gleiche Idee und überreichten ebenfalls ein kleines Survival-Kit, verpackt in einer Schultüte. Bunte Smarties für den bunten Alltag, ein Kühlakku zum Coolbleiben und Brillenputztücher für den Durchblick fanden ihren Weg in die Tüte. Obligatorisch gehörte natürlich auch ein T-Shirt der Schule dazu.

Als Vertreter der Kirchengemeinden ließen es sich auch Sebastian Bause und Stefan Döhner nicht nehmen, einige Grußworte zu entrichten, ebenso wie Udo Gohl vom Schulamt der Stadt Warendorf.

Geradezu überwältigt zeigte sich die Westkirchenerin von der herzlichen Aufnahme. Auch wenn sie ihren eigenen Stil mitbringe, wolle sie nicht alles umkrempeln, versicherte sie. „Ich trage eine große Verantwortung. Eine Aufgabe wird sein, genau das zu bewahren, was man hier spürt“, betonte Pelke.

Im Vordergrund soll am Anfang das Einleben und Kennenlernen stehen. Bis zu den Sommerferien möchte sie daher jede Klasse besuchen, damit die Schüler die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Die letzten 15 Jahre verbrachte Pelke an der Grundschule Berg Fidel in Münster, die 2014 zur Modellschule des Landes umgewandelt wurde und nun von Schülern zwischen der ersten und der zehnten Klasse besucht wird.

Die neue Schulleiterin möchte aus ihrem Erfahrungsschatz – zur gegebenen Zeit – gerne auch einiges vorantreiben. „Schwerpunkte sind für mich selbstständiges Arbeiten und individuelle Förderung. Auch Projektunterricht wäre denkbar“, schmiedet sie Pläne für die nächsten Jahre. Die Umsetzung könne nur in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper und den Eltern stattfinden.

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