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Rüdiger Jorasch löst Michael Maul als Kommandeur ab

„Traumverwendung“ Sportschule

Warendorf

Nach fast sechs Jahren wechselt Oberst Michael Maul zur Nato nach Brüssel. Die Sportschule der Bundeswehr leitet nun Oberst Rüdiger Jorasch.

Von Jörg Pastoor

Oberst Michael Maul (r.), verließ das Stadion A salutierend auf einem Truppenfahrzeug. Nach fast sechs Jahren als Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr wechselt er zur Nato nach Brüssel. Generalmajor Franz Weidhüner verleiht Michael Maul die Oberst Rüdiger Jorasch (52) übernimmt von Franz Weidhüner die Truppenfahne. Im Hintergrund ein Teil der zivilen und militärischen Gäste. Foto: Klaus Münstermann

Ein Orden zum Abschluss: Ein überraschter Oberst Michael Maul erfuhr gegen Ende des Kommandoübergabe-Appells in der Sportschule der Bundeswehr eine besondere Auszeichnung. Der Donnerstag von seinem Amt entbundene Kommandeur erhielt von Streitkräfteamts-Chef Generalmajor Franz Weidhüner die „Meritorious Service Medal“ der US-amerikanischen Streitkräfte. Maul erhielt sie als Anerkennung seines, wie Weidhüner vor den geladenen Gästen im Stadion A sagte, „exzellenten Wissens und Wirkens“ während seines Afghanistan-Einsatzes 2019.

„Meritorious Service Medal“ der US-Streitkräfte für Oberst Maul

Danach übergab der Generalmajor das Kommando in Anwesenheit der militärischen und zivilen Angehörigen der Sportschule an Oberst Rüdiger Jorasch. Der 52-Jährige gebürtige Münchner sei laut Franz Weidhüner „ausgezeichnet vorbereitet“ auf seine neue Funktion. Er gab ihm eins mit auf den Weg: „Dies hier in Warendorf ist eine der Traumverwendungen, die die Bundeswehr zu bieten hat!“

Neben Peter Horstmann weitere Bürgermeister aus dem Kreis, Landrat Dr. Olaf Gericke, die Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker und Bernhard Daldrup, Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann aus dem Landesumweltministerium und viele andere zivile und militärische Gäste waren der Einladung in die Georg-Leber-Kaserne gefolgt. Bei ihnen und seinem Team bedankte sich Oberst Maul. Damals, bei Dienstantritt, seien fünf Jahre und acht Monate Dauer nicht zu erwarten gewesen.

Generalmajor Franz Weidhüner

Mauls Rückblick war geprägt von Dank. An alle, die in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen ihre versierte, pflichtbewusste Arbeit leisten. „Ohne Sie alle gäbe es gar keine Sportschule der Bundeswehr“, so Maul. Jährlich verließen rund 3000 zu Trainern und Betreuern ausgebildete Soldaten die Einrichtung an der Dr.-Rau-Allee, 100 im Einsatz versehrte Angehörige der Streitkräfte werden therapiert – das nicht nur mit hoher medizinischer Expertise, sondern auch mit Empathie und hohem persönlichem Einsatz.

Die zahlreichen, auch internationalen Veranstaltungen auf dem Gelände seien weitere Beweise für die Leistungskraft des Standorts. Die CISM-Wettkämpfe, die Weltmeisterschaften im Fünfkampf, die größten Sportfördergruppen ihrer Art mit je 100 Spitzensportlern, die nationale, internationale und Welttitel geholt haben – alles das und mehr sei in der Außenwirkung nur möglich, weil auch sein Stab hervorragende Arbeit leise: „Sie alle sind der Motor, damit die Sportschule im Rhythmus bleibt.“

Oberst Michael Maul

Dass die Kaserne als Ort der Spitzensportförderung und der Sicherstellung der für den Einsatz nötigen Fitness in der Stadt tief verankert sei, zeige sich an 4000 Sonder-Ausweisen für die vielen Vereinsmitglieder, die die Einrichtungen der Bundeswehr mitnutzen. Das belege gegenseitiges Verständnis und Vertrauen – was längst nicht überall selbstverständlich sei: „Diese Kaserne ist Teil der Stadt.“

Auch den Kommandeuren der regionalen Bundeswehreinrichtungen in Unna, Münster, Augustdorf und Ahlen dankte Michael Maul, der froh war, dass der Standort ausgebaut werde: mit einem Hochseilgarten und dem Bau eines Sporttherapie- und Unterkunftsgebäude. Oberst Maul verabschiedete sich von seinem Team: „Es war mir eine Ehre, Ihnen als Kommandeur zu dienen.“

Maul geht zur Nato nach Brüssel

Generalmajor Franz Weidhüner würdigte das weit- und umsichtige Handeln Mauls, bei dem auch internationale Hochwert-Veranstaltungen in den besten Händen gewesen seien.

Nach der Übergabe an Oberst Rüdiger Jorasch spielte das Luftwaffenmusikkorps Münster Europa- und Nationalhymne. Dann stieg Michael Maul auf ein Truppenfahrzeug, verließ salutierend das Stadion. Er wird Personalstabs-Offizier bei der Nato in Brüssel. Nach dem Appell gab es einen Empfang in der Kantine „Timeout“.

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