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Pädagogik-Kurs der Gesamtschule

Umgang mit sozialen Medien

Warendorf

Um für den Umgang mit den sozialen Medien zu sensibilisieren, konzipierte der Pädagogikgrundkurs der Q1 der Gesamtschule Warendorf unter der Leitung von Lehrerin Theresa Ebbeskotte einen Workshop für jüngere Schülerinnen und Schüler im 5. Jahrgang in ungewöhnlicher Umgebung – im Schulgarten am Standort Kapellenstraße.

Schüler des Pädagogikkurses Gesamtschule haben sich intensiv mit den sozialen Medien beschäftigt. Foto: Gesamtschule

Viele lieben sie, immer weniger verschmähen sie – über eine Milliarde Menschen weltweit nutzten die Social-Media-Plattform „Instagram“ im vergangenen Jahr. Vor allem Jugendliche und Kinder interessieren sich für die Fotos und Videos, die auf Instagram, TikTok oder Youtube geteilt werden.

Um für den Umgang mit den sozialen Medien zu sensibilisieren, konzipierte der Pädagogikgrundkurs der Q1 der Gesamtschule Warendorf unter der Leitung von Lehrerin Theresa Ebbeskotte einen Workshop für jüngere Schülerinnen und Schüler im 5. Jahrgang in ungewöhnlicher Umgebung – im Schulgarten am Standort Kapellenstraße.

Im Vorfeld überlegten sich die Oberstufenschüler, wie man jungen Kindern spielerisch übermittelt, dass nicht alles echt ist, dass einem nicht alles guttut, was man konsumiert, und dass Mobbing leider schon längst über den Schulhof hinaus im Internet eine schwer zu kontrollierende Plattform gefunden hat.

Mit großem Engagement bereiteten „die Großen“ für die „Kleinen“ praktische, interaktive Aufgaben vor und sammelten Ideen für ein Lernen auf Augenhöhe. So wurden die Kinder mit Fake-Profilen und mit der Kunst der Bildbearbeitung konfrontiert, um bei ihnen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Vergleichen von anderen mit sich selbst irreführend ist und nur zu einer Idealisierung führt.

Die Kinder diskutierten darüber wo das Unechte, der „Fake“ bei ihnen anfängt. Sie dachten über mögliche Folgen nach und konnten selbst ein Bild verzerren, um zu sehen, wie das wirkt und wie einfach so etwas funktioniert. Die jungen Internetnutzerinnen und –nutzer wurden neben Bildern auch mit Chatverläufen konfrontiert, um zu prüfen, wann eine Person unseriös erscheint. Völlig entrüstet bestätigten sie, dass man seine Telefonnummer und Adresse nicht einfach so an Fremde weitergeben dürfe.

Zum Thema Cybermobbing setzten sie sich anhand eines Memorys mit der Täter- und Opferrolle auseinander und hinterfragten anschließend kritisch den eigenen Medienkonsum. Als Gründe für die Nutzung von Social-Media-Plattformen wurden Langeweile, Spaß und Inspiration genannt.

Am Ende waren sich alle Kursteilnehmerinnen einig: Soziale Medien können Spaß machen und inspirieren, allerdings ist in den sozialen Netzwerken Vorsicht geboten.

Das Internet ist ein wichtiger Teil der Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen geworden, aber es ist nicht der Einzige – schon gar nicht bei herrlichem Sommerwetter, wenn der Schulgarten zum Unterricht unter freiem Himmel lockt.

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