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Austausch zwischen Stadt und Kreishandwerkerschaft

Vereinfachung ist dringend nötig

Warendorf

Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, machte bei seinem Besuch der Warendorfer Stadtverwaltung eines ganz deutlich: Der Unmut in den Betrieben ist groß, wenn es um die Anforderungen durch Ämter und Behörden geht. Obendrein seien auch die Nachfolgefragen in den Betrieben ein dringliches Problem. Mehr Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Kreishandwerkerschaft soll diese Probleme beheben.

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Tauschten sich in der vergangenen Woche rege aus (v.l.): Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Bürgermeister Peter Horstmann und Wirtschaftsförderer Torsten Krumme. Foto: Stadt Warendorf

Bürokratie und Unternehmensnachfolge – dies sind zwei Themen, die die Handwerksbetriebe im Kreis Warendorf besonders beschäftigen. Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, war in der vergangenen Woche bei Bürgermeister Peter Horstmann zu Gast, um auf die Problematiken aufmerksam zu machen. Die Stadt bilanziert den Besuch in einer Pressenotiz.

„Wenn teilweise die Steuerberater schon nicht mehr wissen, welche Zahlen wo in den Formularen eingetragen werden müssen, kann ich den Unmut unserer Betriebe wirklich verstehen“, kritisierte Frank Tischner von der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf im Gespräch mit Bürgermeister Peter Horstmann und Torsten Krumme, Wirtschaftsförderer der Stadt Warendorf. Die immer weiter zunehmenden Anforderungen von statistischen Ämtern oder Genehmigungsbehörden seien große Herausforderungen für die die Handwerksbetriebe nicht nur im Kreis Warendorf und belasten deren Arbeit zunehmend. Der Appell des Hauptgeschäftsführers: Vereinfachungen sind dringend nötig.

Ein weiteres Thema war ihm aber ebenso wichtig: In Warendorf wie auch in anderen Kommunen gibt es viele Handwerksbetriebe, die mittelfristig (manche auch kurzfristig) ihr Unternehmen in jüngere Hände geben müssen.

Betriebsnachfolgen problematisch

Allen Beteiligten ist dabei klar, dass neben rechtlichen und finanziellen Aspekten vor allem psychologische Aspekte eine besondere Rolle spielen. „Wer sein Lebenswerk abgibt, das mit viel Arbeit und Engagement aufgebaut wurde, tut dies nicht mal einfach so“, versteht Bürgermeister Peter Horstmann. Viele Gespräche im Familienkreis oder mit möglichen Nachfolgern seien zu führen, und ein Wechsel auf Führungsebene dauert nicht selten fünf Jahre und mehr. Aber wann und wie fängt man als Unternehmer am besten damit an, sich Gedanken zu machen? Gemeinsam wollen Kreishandwerkerschaft und Stadt Warendorf dieses sensible Thema aufgreifen. In welcher Form, das wollen beide Parteien in weiteren Gesprächen beraten.

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