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Diamantjubiläum Walter Suwelacks

„Vergelt‘s Gott“ als Dankeschön

Warendorf

60 Jahre ist Walter Suwelacks Priesterweihe her. Viele Menschen gratulierten ihm.

Von Andreas Engbert

Zahlreiche Glückwünsche teils von weit her angereisten Gästen nahm Pfarrer Walter Suwelack nach dem Gottesdienst entgegen.

Der Altar in der Laurentiuskirche war viele Jahre quasi Arbeitsplatz des ehemaligen Warendorfer Pfarrers Walter Suwelack. Am Samstag feierte Weihbischof Christoph Hegge dort die heilige Messe – aus Anlass des diamantenen Priesterjubiläums Suwelacks. Vor 60 Jahren ist dieser zum Priester geweiht worden, 1975 kam er als Pfarrer in die Emsstadt.

Hegge, der den Jubilar 1982 bei einem vierwöchigen Praktikum kennengelernt hat, überbrachte die Glückwünsche von Bischof Felix Genn. Suwelack sei „nicht ein Mann der lauten Töne, sondern des feinsinnigen Gespürs“, würdigte der Weihbischof, der in Vertretung des eigentlich für Warendorf zuständigen, aber verhinderten Weihbischofs Stefan Zekorn, dem Jubiläumsgottesdienst vorstand.

Weihbischof Christoph Hegge über Jubilar Walter Suwelack

Die Predigt hielt Walter Suwelack – deutlich gezeichnet von den körperlichen Anstrengungen des Alters – selbst. Er bediente sich dabei einer Abbildung der „Knesset-Menora“, eines siebenarmigen Leuchters, der vor dem israelischen Parlament steht und dessen Zentrum das wichtigste Gebet des Judentums, „Höre, Israel!“, das auch Jesus gebetet habe, steht. Den Frauen am leeren Grab Jesu habe ein Engel den Weg gezeigt. „Wo ist der Engel, der uns den Weg nach Galiläa zeigt? Wirst du für mich, werde ich für dich der Engel sein?“, fragte Suwelack abschließend.

Zum Ende des Gottesdienstes erhielten die Gäste das Foto einer Marienfigur. Die „trauernde Maria“ sei eine sehr seltene Mariendarstellung, erläuterte Suwelack, der sich besonders für die Wegbilder in Warendorf stark gemacht hatte. Die Figur stamme aus dem 18. Jahrhundert und habe vermutlich ursprünglich am Siechenhorst gestanden: „Viele suchten und fanden Trost bei der trauernden Maria.“ Mit einem schlichten „Vergelt’s Gott“ dankte der Geistliche allen für die Teilnahme an seiner Jubiläumsfeier.

Teils weit angereiste Gratulanten

Den Empfang nach dem Gottesdienst neben der Kirche nutzten die Gäste, die teils lange Anreisen in Kauf genommen hatten, als Gelegenheit, dem Priester persönlich zu gratulieren – mit guten Wünschen, Präsenten, aber auch mit einem plattdeutschen Gedicht. Der Jubilar freute sich sichtlich über die Besucher und die Glückwünsche. „Es war ein schöner Gottesdienst“, stellte er zufrieden fest.

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