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Rocko Rakete besucht Kita St. Magdalena

Verkehrserziehung mit der Puppenbühne der Polizei

Freckenhorst

Die Polizeipuppenbühne besuchte den Kindergarten St. Magdalena in Freckenhorst. Auf spielerische Weise vermittelten die drei Verkehrserzieher wichtige Verhaltensmuster für den Straßenverkehr.

Von Ulrich Lieber

Die Polizeipuppenbühne war am Mittwoch zu Gast im Kindergarten St. Magdalena und zog die Kinder spielerisch in ihren Bann. Foto: Ulrich Lieber

Richard „Richy“ Rauer zückt im Magdalenen-Kindergarten seine Pistole. Zum Glück ist es aber nur eine Miniaturausgabe, mit der der Polizist den Mädchen und Jungen zeigt, wie eine Waffe aussieht. „Woran erkennt man denn einen Polizisten?“, will der Hauptkommissar wissen. Die Kinder der Sternengruppe kennen sich aus. „An der Uniform“, ruft Hugo. Richard Rauer freut sich über die rege Teilnahme und legt nach und nach die Uniform und verschiedene Utensilien in die Mitte. Dazu gehören auch ein paar Handschellen. Jedes Kind darf einmal die Hände durchstecken.

Der Verkehrssicherheitsberater war am Mittwoch mit seinen Kollegen Carola Krewerth und Theodor Pier im Kindergarten St. Magdalena, um die Kinder ein wenig auf den Straßenverkehr vorzubereiten. Doch zuvor stellten sich die drei in verschiedenen Gruppen vor. „Wir wollen zeigen, dass der Polizist ein Freund und Helfer ist“, erklärt Rauer. Kinder sollen die Scheu vor der Polizei verlieren und sie positiv wahrnehmen.

Mitgebracht hatten die drei Verkehrserzieher die Polizeipuppenbühne, auf der zwei wichtige Themen für das sichere Verhalten im Straßenverkehr thematisiert wurden. Dabei werden die Polizisten zu Puppenspielern und ziehen die Kinder in ihren Bann. Ein Raumschiff kreist über der Bühne und der blaue Rocko steigt aus. Er hat sich verflogen, denn eigentlich wollte er zum Mars. Was nun? Er steigt aus und möchte über die Straße gehen, aber das ist gefährlich. Gemeinsam mit den Kindern wird der Spruch erarbeitet: „Halt! Vor der Bordsteinkante bleibe ich stehen, dann muss ich zwei Mal zu jeder Seite sehen, und wenn kein Fahrzeug kommt, darf ich ruhig über die Fahrbahn gehen.“ Wichtig sei, dass die Kinder die Straße erst überqueren, wenn sie frei ist. Hier geht es auch um das Thema Mobilität. Elterntaxis und Helikoptereltern sind kontraproduktiv für die Verkehrssicherheit, weiß Rauer. Es sei zwar gut gemeint, aber helfe den Kindern nicht. „Sie sollten zu Fuß zum Kindergarten kommen.“

Das zweite Thema der Puppenbühne war das „Anschnallen im Auto“. „Viele Kinder schnallen sich selbst ab. Das ist gefährlich.“ Mit Hilfe einer Puppe im Kinderwagen, die nicht angeschnallt ist, und die vor die Wand fährt, lernen die Kinder, was passieren kann. Die Puppen bricht sich die Nase. „Wir sind alle drei Jahre in den Kitas, so dass jedes Kind aber auch die Eltern einmal davon profitieren.“ Am Dienstag fand darum ein Infoabend für die Eltern statt, damit sie die Entwicklungsprozesse der Kinder besser einschätzen können. „Eltern sind immer auch Vorbilder. Darum immer Helm tragen“, wünscht sich Richard Rauer.

Nach der Puppenbühne gab es für jedes Kind einen Polizeibutton mit Rocko Rakete drauf. Und am Nachmittag stand dann noch eine Stunde Praxis auf dem Programm, denn es wurde ein Fußgängertraining absolviert und das richtige Verhalten auf dem Bürgersteig und beim Überqueren der Straße geübt.

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