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Weiter Streit um Holzkohlegrill

Verzieht sich jetzt der Qualm?

Warendorf

Das bei Nachbarn unbeliebte Restaurant Saray hat verschiedene Mängel abgestellt. Was noch fehlt? Änderungen am Schornstein.

Von Jörg Pastoorund

Imdat Sever hat Nachbesserungen dort veranlasst, wo es Probleme mit Geräuschen oder anderen Emissionen seines Holzkohlegrills gab – unter anderem beim Edelstahlkamin (l.). Foto: Joachim Edler

Bildlich geschrieben raucht es weiter um das „Saray“: Erst am Donnerstag gab es eine weitere Behördenrunde zu dem Holzkohlegrill in der Laurentiusstraße. Deshalb konnte Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann den Mitgliedern des Rates den aktuellsten Sachstand sozusagen frisch auf den Tisch bringen.

Zum Thema gemacht hatte es Marija Ruzhitskaya während der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung. Ob es stimme, dass der Brandschutz nicht gegeben sei? Baudirektor Peter Pesch konnte dazu nichts sagen: „Dass da irgendwelche Gutachten vorliegen, ist mir nicht bekannt.“ Seines Wissens sei „brandschutzrechtlich alles in Ordnung“.

Verbesserungen bei Ventilator und Schornstein

Aus dem seiner Einschätzung nach „sehr konstruktiven Gespräch“ im Rathaus konnte Martin Thormann einiges zur Lage beisteuern. Ein strittiges Thema, die Abluft aus der Küche, sei durch Umbauten erledigt. Der Tüv Süd müsse das nun noch prüfen. Der Abluftventilator sei tatsächlich zu laut gewesen, wenn er unter Volllast lief. Durch Änderungen an der Technik könne er nun nicht mehr in Vollbetrieb gehen, womit auch dieses Problem abgeschafft sei. Am Schornstein habe der Bezirks-Schornsteinfeger „konkrete Mängel“ festgestellt, weshalb es jetzt einen Termin mit einem Ofenbauer gebe, um das zu korrigieren. Die ganze Angelegenheit sei schon komplex, meinte Martin Thormann: „Alles sehr schwierig, aber wir sind da auf einem guten Weg.“

Wie mehrfach berichtet, gab es quasi von Betriebsstart an Beschwerden von Nachbarn über Geruchs- und Rauchbelästigung durch das orientalische Restaurant. Auch der mutmaßliche zusätzliche Verkehr in der Altstadt ging manchem im Quartier auf die Nerven.

Dr. Martin Thormann

Inhaber Imdat Sever konnte die Aufregung um seinen Holzkohlegrill von Beginn an nicht verstehen, weil er es von der Kreisverwaltung als Immissionsschutzbehörde schriftlich hatte dass er den Holzkohlegrill acht Stunden am Tag betreiben darf.

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