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Gästebefragung des Münsterland e.V.

Viel Lob für Radweg an der Ems

Warendorf

Ob 100-Schlösser-Route, Emsradweg oder Europaradweg – alle Routen führen an der Ems in Warendorf entlang. Der Münsterland e.V. hat nun eine Gästebefragung vorgenommen, um zu erfahren, was gut und was verbesserungsbedürftig ist.

Von Ulrich Lieber

Auf dem Weg nach Amsterdam stellten sich Lars Heimannsberg (l.) und André Landherr den Fragen von Michel Greulich, der für den Münsterland e,V, die Gäste auf dem Radweg an der Ems befragte. Foto: Ulrich Lieber

Die Warendorfer Ems ist gleich für mehrere Radrouten ein idealer Begleiter. Hier führt zum Beispiel die 100-Schlösser-Route, aber auch der Emsradweg entlang. André Landherr aus Gütersloh und Lars Heimannsberg aus Bad Salzuflen haben sich für den Europaradweg R1 entschieden und sind auf dem Weg nach Amsterdam. In Warendorf nahmen sie aber kurz an einer Gästebefragung des Münsterland e.V. teil, die Student Michel Greulich am Freitag durchführte.

André Landherr, Radtourist aus Gütersloh

„Das sind Superstrecken und die sind hervorragend ausgezeichnet“, lobte André Landherr das Streckennetz. Es sei besonders angenehm, dass die Routen kaum Kontakt zu großen Straßen hätten. Die Tour habe er sich noch ganz altmodisch auf der Karte ausgearbeitet und dann in die App Komoot eingearbeitet. „Wir fahren rund 100 Kilometer pro Tag und wollen heute Abend in Coesfeld übernachten.“

Im gesamten Münsterland gibt es seit November des Vorjahres 20 Zählstationen, die entlang der 100-Schlösser-Route die vorbeifahrenden Radfahrer, aber auch die Fußgänger erfassen. Neben dieser quantitativen Erhebung finden zwei bis drei Mal auch qualitative Gästebefragungen statt. In Warendorf war dies bereits die dritte Befragung, wie Hans-Joachim Gerdemann von der Münsterland e.V. auf WN-Nachfrage berichtet. „Die Befragung erfolgt mit einem digitalen Fragebogen, der auch online ausgefüllt werden kann“, sagt Gerdemann. Warendorf gehöre zu den Strecken, die am stärksten frequentiert werden.

Die Münsterland e.V. möchte vor allem von den Radtouristen wissen, worauf sie ihr Hauptaugenmerk legen. „Wie gefällt ihnen die Infrastruktur? Ist die Beschilderung gut? Wie viel Geld geben sie für bestimmte Dinge aus? Die Auswertung sagt uns dann, wo wir in der Region schon gut sind und was wir verbessern müssen“, erklärt Hans-Joachim Gerdemann.

Der Fragebogen ist dabei dynamisch, so dass einheimische Radler andere Fragen gestellt bekommen als die Auswärtigen. „Einheimische kennen die Strecken sehr gut und wissen, wo es Schwierigkeiten gibt“, erklärt Michel Greulich. Christa Zobel aus Warendorf ist aber voll des Lobes für die Radstrecke. „Ich fahre jeden Tag mit dem Rad. Oft zwischen 25 und 50 Kilometern. Der Radweg bekommt von mir vier von fünf Sternen“, sagt die rüstige 85-Jährige. Kritik übt sie an der Radverbindung nach Freckenhorst. „Der Weg ist verdammt schmal.“

Der Radweg an der Ems erhält durchgängig eine positive Bewertung. „Bislang gefällt es den Leuten sehr gut“, versichert Greulich. Dass der Radweg hier so gut ankommt, hat für Gerdemann mehrere Gründe. „Das liegt zum einen an der Kreisstadt, dann zur Nähe nach Rheda-Wiedenbrück, am attraktiven Radweg entlang der Ems und den vielen Routen, die hier entlang laufen.“ Dieses Knotenpunktnetz lockt viele Radfahrer nach Warendorf. „Am Ostermontag haben wir 1000 Menschen gezählt. Das ist ein sehr hoher Wert. Das wird nur noch in Münster oder in Isselburg erreicht.“

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