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Projekt „Zusammen und Miteinander“ für Senioren

Viele Angebote zur Teilhabe

Freckenhorst

Eigentlich hätte das Projekt „Zusammen und Miteinander“, das sich an die Senioren in Freckenhorst richtet, im Januar beginnen können. Doch wegen der Corona-Pandemie lag es auf Eis. Jetzt freuen sich die Organisatorinnen, Miriam Muser und Kira Neuhaus, auf den Projektstart im Spätsommer.

Von Joke Brocker

Miriam Muser (l.) und Kira Neuhaus haben das Projekt „ Foto: Joke Brocker

Miteinander und nicht allein!“ – unter diesem Titel hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) im Juli 2019 ein neues Förderprogramm für Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, bestehende Pflegeeinrichtungen zu hilfreichen Anlaufpunkten für ältere Menschen in der direkten Nachbarschaft zu entwickeln. Zu jenen Pflegeeinrichtungen im Land, die sich erfolgreich um das Förderprogramm bemüht, Konzepte und Anträge eingereicht haben, gehört auch der Dechaneihof St. Marien.

Das offizielle Motto hätten sie leicht abgewandelt, erzählt Miriam Muser. Die Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes ist gemeinsam mit Kollegin Kira Neuhaus für die Umsetzung des Projektes, das in Freckenhorst „Zusammen und Miteinander“ (ZuM) heißt, verantwortlich, von dem nicht nur die Bewohner des Seniorenheims profitieren sollen, sondern ausdrücklich alle Freckenhorster Seniorinnen und Senioren. Ziel sei es, die älteren Menschen in der Stiftsstadt vor Altersisolation und Vereinsamung zu schützen und Angebote zur Teilhabe zu machen. „Uns ist die Vernetzung der Senioren untereinander, zwischen Senioren und Ehrenamtlichen und zwischen neuen Ideen und bereits bestehenden Angeboten von Vereinen dabei besonders wichtig“, sagt Miriam Muser.

Offiziell begonnen habe das zunächst bis zum 31. Dezember 2023 laufende Projekt, vom MAGS mit 100 000 Euro bezuschusst, eigentlich am 1. Januar. Pandemiebedingt konnte es allerdings bislang nicht mit Leben gefüllt werden, wie Muser und Neuhaus bedauern. „Jetzt soll es aber richtig losgehen“, kündigt Kira Neuhaus angesichts der gesunkenen Inzidenzzahlen an.

Bereits eingestielt haben die ZuM-Organisatorinnen das Angebot „Erzählfreundschaften“. Um über Gott und die Welt zu plaudern, zu klönen und zu schnacken, sollen Ehrenamtliche über das Telefon mit interessierten Senioren Kontakt knüpfen. Doch während dieses Angebot in Großstädten dankbar angenommen wird, tun sich die Freckenhorster offenbar ein bisschen schwer, mit wildfremden Menschen, die sie vielleicht noch nie gesehen haben, zu telefonieren. Bislang gebe es genau eine Erzählfreundschaft, berichten Muser und Neuhaus.

Wer seinen Gesprächspartnern lieber in die Augen schaut, statt zu telefonieren, darf sich auf ein niedrigschwelliges Angebot, das Offene Café, freuen, das am 26. August im Dechaneihof St. Marien öffnet. Immer donnerstags von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr sind Senioren zum Kaffeetrinken und zum Austausch eingeladen. Auf Wunsch werden Referenten eingeladen, die über verschiedene Themen berichten. Außerdem gibt es Informationen rund um das Thema „Älter werden in Freckenhorst“. Eine der ersten Referentinnen wird übrigens Sabine Termeer, Leiterin der Bücherei St. Bonifatius, sein.

Die seit einiger Zeit bestehende Reha-Sportgruppe im Dechaneihof steht künftig nicht nur Bewohnern, sondern allen älteren Freckenhorstern offen, vorausgesetzt, sie sind geimpft, getestet oder von Corona genesen.

Am 25. August beginnt ein Tablet-Kurs für ältere Menschen, in dem Kira Neuhaus die Basics der digitalen Welt vermitteln wird. Die Tablets werden für die Dauer des Kurses, der sieben Einheiten à 90 Minuten umfasst und mittwochvormittags stattfindet, gestellt. Im Anschluss an den Kurs ist eine digitale Schnitzeljagd „Actionbound“ im Park des Kreuzklosters geplant.

Ebenfalls am 25. August beginnt in der Tagespflege Poggen & Pöggskes in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft ein vierteiliger Kursus für pflegende Angehörige, der bis Mitte September immer mittwochs von 17 bis 20 Uhr stattfindet. Info-Material gibt es im Dechaneihof, dessen Verwaltung die Anmeldungen unter

  0 25 81 / 9 46 80 entgegennimmt.

Aus der Bevölkerung sei der Wunsch an sie herangetragen worden, doch einmal ein Rollator-Training anzubieten, erzählt Miriam Muser. Ab 24. August wird die zertifizierte Sporttrainerin Martina Stille alle 14 Tage demonstrieren, wie man mit dem Rollator Bordsteinkanten überwindet, Treppen bewältigt oder Bus fährt.

Auf dem Außengelände des Dechaneihofs sollen voraussichtlich im Herbst im Rahmen einer Initiative der „Essbaren Stadt Warendorf“ und begleitet durch Georg Drees öffentliche Hochbeete für Senioren, aber auch für Kinder entstehen. „In Kooperation mit der Bürgerstiftung Warendorf werden dafür noch Freckenhorster Bürger gesucht, die sich beim Bauen, Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten engagieren möchten“, bemerken Muser und Neuhaus und weisen darauf hin, dass man selbstverständlich immer die Coronaschutzverordnung und die aktuelle Lage rund um das Coronavirus im Blick habe.

Ab dem 1. September laden Miriam Muser und Kira Neuhaus zur Offenen Senioren-Sprechstunde ein, die immer dienstags von 9 bis 12.30 Uhr im Bürgerbüro des ehemaligen Freckenhorster Rathauses an der Everswinkeler Straße stattfindet

Wer Interesse an einem der Angebote hat oder sich ehrenamtlich engagieren möchte, erreicht die ZuM-Organisatorinnen unter

 0 25 81 / 94 68 28 oder per E-Mail unter neuhaus@csheime.de oder muser@cs-heime.de melden.

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