Manfred Kampelmann ist tot

Viele Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen

Warendorf

„Manfred Kampelmann hat sich als Repräsentant aller Bürger gesehen und daran sein Handeln orientiert“, würdigt Bürgermeister Axel Linke das Wirken des Verstorbenen. „Mit seinem Tod ist unsere Stadt um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden, um eine Persönlichkeit, die die Geschicke unserer Stadt maßgeblich mitgestaltet hat.“

ed/pd

Manfred Kampelmann ist tot. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Warendorf ist am Freitag, wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag, verstorben. Foto: t

Manfred Kampelmann ist tot. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Warendorf ist am Freitag, wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag, verstorben. „Mit seinem Tod ist unsere Stadt um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden, um eine Persönlichkeit, die die Geschicke unserer Stadt maßgeblich mitgestaltet hat“, schreibt Bürgermeister Axel Linke in einer Presseerklärung. Am 12. April wäre Kampelmann 80 Jahre alt geworden.

Neben seiner verantwortungsvollen und zeitintensiven beruflichen Tätigkeit als Lehrer und stellvertretender Schulleiter am Augustin-Wibbelt-Gymnasium habe Manfred Kampelmann 35 Jahre mit großartigem Engagement an der Kommunalpolitik in der Stadt Warendorf mitgewirkt, davon 25 Jahre im Rat der Stadt Warendorf und insgesamt 15 Jahre als ehrenamtlicher beziehungsweise Stellvertretender Bürgermeister, schreibt Linke weiter.

Kampelmann habe sich als Repräsentant aller Bürger gesehen und daran sein Handeln orientiert, würdigt Axel Linke das Wirken des Verstorbenen. Über viele Jahre habe er sich insbesondere für soziale Projekte wie der Wärmestube, der Unterstützung bedürftiger Bürger, der Marienstiftung und der „Aktion Kleiner Prinz“ eingesetzt.

Manfred Kampelmann begann seine ehrenamtliche Kommunalpolitische Tätigkeit 1979 als Sachkundiger Bürger im Schulausschuss. 1984 wurde er in den Stadtrat gewählt. Im Rahmen seiner politischen Mandate als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss setzte er maßgeblich Akzente.

Daneben galt sein politisches Engagement den Themen im Kulturausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss, Sportausschuss, Wahlprüfungsausschuss sowie als Mitglied im Aufsichtsrat der Warendorfer Energieversorgung und zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Gremien.

Seit dieser Zeit habe sich Manfred Kampelmann auch in der Funktion als Vorsitzender der CDU-Fraktion, um die Belange der Stadt Warendorf und ihrer Bürgerinnen und Bürger in hohem Maße verdient gemacht. Sein unermüdliches politisches Wirken fand vor allem darin Ausdruck, dass er in der Zeit vom 16. Oktober 1994 bis zum 30. September 1999 das Amt des Bürgermeisters der Stadt Warendorf innehatte. Der ständige Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern habe ihm viel Freude bereitet. Die außerordentliche Anerkennung und Wertschätzung, die man dem Menschen Manfred Kampelmann von allen Seiten entgegenbrachte, seien seinem unermüdlichen Einsatz, seinem Pflichtbewusstsein, seiner Gradlinigkeit und seiner großartigen Hilfsbereitschaft zu verdanken.

Dabei habe er auch in den Herzen der Menschen viele Spuren hinterlassen. Freundlichkeit und Warmherzigkeit waren ein Geschenk von unschätzbarem Wert. Über viele Jahre hatte er sich insbesondere für soziale Projekte wie der Wärmestube, der Unterstützung bedürftiger Bürgerinnen und Bürger, der Marienstiftung und der Aktion Kleiner Prinz eingesetzt.

Während seiner Zeit als Bürgermeister verlor er nach langer, schwerer Krankheit seine Ehefrau. Aber er habe es immer wieder geschafft, neuen Mut zu schöpfen und Schwierigkeiten zu überwinden, heißt es in einem Nachruf der Stadt auf ihren ehemaligen Spitzenrepräsentanten. Familie, Freunde und Weggefährten hätten ihm den dazu nötigen Halt gegeben. Seine Verdienste wurden im Jahr 2009 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.

Im Jahr 2009 hatte Manfred Kampelmann nach dem Motto, man soll freiwillig aufhören, so lange es Spaß macht, sich nicht mehr um ein Ratsmandat beworben. Seither konnte er sich vor allem seiner Familie, den Kindern und Enkelkindern sowie seinem Hobby, dem Fahrradfahren widmen.

„Die Stadt Warendorf wird Manfred Kampelmann in Dankbarkeit stets ein ehrendes Gedenken bewahren.“

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