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Doris Kaiser schlägt Startklappe für Fettmarktkirmes

Volksfest sukzessive weiterentwickeln

Warendorf

Der Nieselregen konnte die gute Laune der Besucher der Fettmarkt-Kirmes gar nicht trüben – vielmehr genossen alle den Start des Volksfestes in vollen Zügen. Dieses Mal fiel kein Startschuss zur Eröffnung am Samstag, sondern die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser nutzte eine Startklappe. Also, Klappe, die erste! Und Doris Kaiser stellte klar, das Warendorf sein beliebtes Volksfest weiterentwickeln und für die Zukunft fit machen müsse.

Von Stephan Ohlmeier

Vertreter aller Ratsfraktionen machten sich beim „Promirundgang“ ein Bild von der Kirmes. (v. l.): Paulo da Silva, Burkhard Marx, Simone Lutz, Andrea Kleee-Erke, Michael Gierhake, Wolfgang Kohn, Jessica Wessels, Johannes Austermann und Frederik Büscher. Foto: Stephan Ohlmeier

Pünktlich um 15 Uhr ist am Samstag die Fettmarkt-Kirmes auf dem Lohwall eröffnet worden. Ungeachtet des regnerischen Wetters strömten die Warendorfer auf das Kirmes-Gelände, um die insgesamt 13 Fahrgeschäfte auf Herz und Nieren zu testen oder es sich an den zahlreichen Imbissständen gut gehen zu lassen.

Marktmeisterin Julia Glavas und Ausrufer Alfred Smieszchala drehten eine Runde im Musik-Express. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

„Fettmarkt ist ein so traditionelles Fest, dass wir endlich wieder feiern können. Wir werden diese fünf Tage genießen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser bei der offiziellen Eröffnung am „Musik-Shop“. Auch wenn heute kaum noch mit Fett gehandelt werde, bestehe der Fettmarkt weiterhin. Doris Kaiser wünschte sich, dass sich das Volksfest auch in den kommenden Jahren sukzessive weiterentwickele: „Wir müssen mit der Zeit gehen, sonst gehen wir mit der Zeit.“

Die Stadtkapelle Warendorf begleitete den Promirundgang zum Auftakt der Kirmes. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Um die Kirmes zu eröffnen, griff die stellvertretende Bürgermeisterin am Samstag nicht zur Pistole, sondern zur Startklappe. Im Anschluss wurde ein Bündel Freikarten für die Karussells verlost. Jonathan, Michel, Titus, Leon und Leandra waren die glücklichen Gewinner. Alle anderen Kinder durften sich über ein kleines Lebkuchenherz freuen. Zudem spendierten die Schausteller unter dem Motto „Wir machen Freizeit zum Vergnügen“ ein Fass Bier, dass Doris Kaiser mit drei Schlägen anschlug.

Die Chaosfabrik lockt als Action-Haus über drei Etagen. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Ein persönliches Bild von der Kirmes machte sich die Warendorfer Stadtprominenz, die in Begleitung der Stadtkapelle Warendorf einen Rundgang unternahm. „Wir Schausteller haben uns die größte Mühe gegeben“, sagte deren Sprecher Bernd Kracke junior. Die Fettmarkt-Kirmes sei ein Mix zwischen Tradition und Moderne und gehöre zu den beliebtesten Volksfesten in der Region. Seinen Dank sprach er der Stadt Warendorf, insbesondere Marktmeisterin Julia Glavas, für das gute Miteinander aus.

Und Klappe: Die Fettmarktkirmes 2022 wird von Doris Kaiser als stellvertretende Bürgermeisterin mit Schaustellersprecher Bernd Kracke junior eröffnet. Foto: Foto: Stephan Ohlmeier

Insgesamt finden sich auf der Kirmes 13 Fahrgeschäfte. Klassiker wie „Musik-Shop“, „Break-Dance“ und „Autoscooter“ fehlen genauso wenig wie das große Riesenrad, das neuerdings über geschlossene und rollstuhlgerechte Kabinen verfügt. Adrenalien-Junkies kommen im „Extrem-Propeller“, der die Fahrgäste in über 40 Meter Höhe mit bis zu 100 Stundenkilometern durch die Luft wirbelt, voll auf ihre Kosten. Wer es etwas ruhiger angehen lassen möchte, kann zum Beispiel das dreistöckige Action-Haus „Chaosfabrik“ besuchen oder an der Theke miteinander anstoßen. Am Wochenende trat zudem die Altwestfälische Puppenbühne auf.

: Frank Schardien vom Ahlener Süßwarenhersteller Röper servierte frisch gebrannte Mandeln. Foto: Stephan Ohlmeier

Auf der Kirmes gelten übrigens weder eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung noch andere Einschränkungen. „Volksfeste sind keine Pandemietreiber. Hier findet alles unter freiem Himmel statt“, war Bernd Kracke junior überzeugt. Die Fahrpreise sind mit 3,50 bis sechs Euro stabil geblieben und am Montag gibt es beim Familientag reduzierte Tickets. Bis zum eigentlichen Fettmarkt am Mittwoch ist die Kirmes täglich geöffnet und freut sich über große wie kleine Besucher.

Klassiker wie der „Autoscooter“ fehlen auf der Kirmes natürlich nicht. Foto: Thomas Ohlmeier
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