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Maritime Klänge begeistern das Publikum

Volle Fahrt voraus für die Shantys

Warendorf

Die Gründung des Shanty-Chors „Hiev rund“ geht bereits auf das Jahr 1992 zurück - seitdem sind die Freunde der maritimen Musik über die Region hinaus auf so manch einer Musikbühne aufgetreten. Am schönsten ist es aber vielleicht doch im eigenen „Heimathafen“ – und zwar in Warendorf beim Hafenfest.

Von Andreas Poschmann und

Zum guten Schluss traten alle Chanty-Chöre zum Finale auf die Bühnenbretter. Zum Foto: Andreas Poschmann

Elf „maritim verseuchte“ Typen gründeten 1992 den Shanty-Chor „Hiev rund“. Seitdem standen die begeisterten Sänger hunderte Mal auf den Bühnen von Norddeich über Bremerhaven, Giethoorn in den Niederlanden bis nach Gütersloh und Oelde.

Ohne Zugabe durfte die Rockformation "The Breezers" natürlich nicht von der Bühne. Foto: Foto: Andreas Poschmann

Passend zur Warendorfer Maiwoche und dem damit verbundenen Hafenfest standen „Hiev rund“ am Samstag auf den Bühnenbrettern auf dem Lohwall, lichtete das „Schiff“ seine Anker, nahm bemerkenswert an Fahrt auf und begeisterte das Publikum mit maritimen Klängen. Mit ins sprichwörtliche Boot geholt hatten sich „Hiev rund“ die befreundeten Chöre „The Forebitter Men“ und „Stowaway“ aus den Niederlanden, sowie „Freibeuter“ aus Delmenhorst und „What shall we do“ aus Hannover. Shanties sind Lieder, die in der Blütezeit der Atlantik-Segelschifffahrt von 1815 bis 1880 bei der Arbeit an Deck gesungen wurden. Charakteristisch ist der Wechselgesang zwischen dem Shantyman als Vorsinger und der Mannschaft, die im Chor antwortet. Der meist gleichbleibende Refrain gab gleichzeitig auch den Arbeitstakt vor. Entsprechend waren die Lieder anfeuernd, aufmunternd, aber auch durchaus belustigend.

Das Nachmittagsprogramm am Samstag bestritt der Shanty-Chor "Hiev rund". Foto: Foto: Andreas Poschmann

Unter dem Leitgedanken „Wer will schon den ganzen Tag Plastik“, gaben sich dann am Abend Björn Alberternst & the Menace of Tyranny die Ehre. Die bekannte Ennigerloher Formation um Frontmann Björn Alberternst begeisterte mit handgemachter Musik zwischen Johnny Cash und New Model Army das Publikum mit erfrischenden Songs.

Mal melancholisch, mal entrückt, begeisterten Björn Alberternst &. the Menace of Thyrany das Auditorium. Foto: Foto: Andreas Poschmann

Mal melancholisch, dann wieder expressiv, mal depressiv, dann wieder hoffnungsvoll, konnte die Band das Auditorium schnell für sich gewinnen.

Weiter ging‘s zu später Stunde dann mit „The Breezers“, bekennenden J.J.Cale Fans aus dem Norden Kölns, die dem Publikum noch mal so richtig einheizten. Spätestens da war auch der Zeitpunkt gekommen, wo sich die ersten Tanzbegeisterten ganz nach vorn an die Bühne trauten, um richtig abzurocken.

Selbstredend war nach Songs wie dem Eric Clapton Klassiker „Cocaine“ eine Zugabe fällig, die den Zuhörern auch gerne gewährt wurde. Kleine Story am Rande: Die Kölner Combo war leicht irritiert, als das Hafenfest in Münster abgesagt wurde, waren sie doch sicher, ebenda ihren Auftritt zu haben, wie Thomas Engels (Musikmarketing „Livezeiten“) schmunzelnd bemerkte.

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