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Teckel-Schau des DTK Warendorf

„Vorzügliches“ Schaulaufen

Warendorf

Insgesamt 26 Kurz-, Lang- und Rauhaardackel wurden bei der großen Teckel-Schau des DTK Warendorf präsentiert. Dabei achtete der Formwertrichter auf Körperbau, Zahnprofil, Fell und Wesen.

Von Christopher Irmler

Formwertrichter Heinrich Klümper begutachtete „Martha vom Möhnesee“, während Laura Geismann gespannt zusah. Foto: Christopher Irmler

Geht es um die Herkunft von Hundewelpen, versteht Heinrich Klümper keinen Spaß. Seit den 1990ern ist er als Formwertrichter im Einsatz, seit Mai diesen Jahres ist er zudem Bundeszuchtwart. Am Sonntag leitete er die große Teckel-Schau des DTK Warendorf vor dem Schützenheim in Gröblingen.

„Gehen Sie zu einem Züchter, der anerkannt ist“, gab Klümper gleich zum Auftakt eine klare Empfehlung ab. Besonders in Zeiten der Pandemie hätten viele Menschen schlechte Erfahrungen mit windigen Welpenhändlern machen müssen. „Diese Hunde waren nicht nur hässlich, sondern auch noch krank. Und dann wird es richtig teuer.“ Jene Dackel, die er im Verlauf des Tages zu Gesicht bekam, waren allesamt gechipt, geimpft und verfügen über einen dokumentierten Stammbaum. Und das wiederum ist die Basis, um in Deutschland professionell züchten zu können, so Klümper.

Direkte und offene Bewertung

Insgesamt 26 Kurz-, Lang- und Rauhaardackel wurden ihm an diesem Sonntag präsentiert. Nach dem Chipauslesen, dem Vermessen und der Zahnschau stand ein Schaulaufen an. Oft bewertete er den Gesamteindruck aus Körperbau, Zahnprofil, Fell und Wesen mit dem Höchstwert „vorzüglich“, doch auch mit dem Urteil „sehr gut“ konnten viele der Hundehalter gut leben. Klümper bewertete offen und direkt, seine Eindrücke sprach er in ein Mikrofon. Dabei redete er auch nicht drumherum. „Dieser Hund könnte ruhig ein Kilo mehr wiegen“, gab er der Halterin mit auf den Weg. Mitunter kam es auch zum direkten Vergleich eines Wurfs. Manchmal war auch Klümper nachsichtig – etwa, wenn die junge Dackelhündin trotz allen Bemühens ihrer Halterin sich mehr für einen am Rand stehenden Rüden, als für das angemessene Laufen interessierte.

Ab und an sei es der Mensch, der ein besseres Ergebnis verhindere. „Ich sehe oft, dass Halter ihren Hund bis zum Aufruf auf dem Schoß haben. Dann stehen sie auf und es geht los. Besser wäre es, schon einige Minuten vorher mit dem Dackel spazieren zu gehen“ erklärte Klümper. Sein Zwischenfazit zur Mittagszeit fiel positiv aus. „Ich habe sehr schöne Hunde gesehen.“ Zuchtausschließende Fehler habe er nicht feststellen können.

Auch Veteranen wurden „geprüft“

Übrigens: Es waren nicht nur junge Dackel, die an diesem Sonntag begutachtet wurden. In der Klasse der „Veteranen“ konnten auch Hunde ab dem achten Lebensjahr geprüft werden. Rund 20 Aktive des DTK Warendorf waren im Einsatz, um die Besucher zu versorgen, Formulare auszufüllen oder beim reibungslosen Ablauf behilflich zu sein. Mit der Teilnehmerzahl von 26 waren sie sehr zufrieden. Nach einem „Corona-Stau“ und damit dem damit verbundenen Ausfall von Veranstaltungen zählte der Verein bei der letztjährigen Zuchtschau 33 Anmeldungen, normal seien 20 bis 30.

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