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Den Menschen hinter dem Namen kennenlernen

„Warendorfer Köpfe“ mit spannender Mischung

Warendorf

Nach zweijähriger Corona-Pause laden Christoph Hess, Reinhard Hesse und Gerd Leve wieder zur beliebten Veranstaltung „Warendorfer Köpfe“ ein. Mit dabei sind Ina Atig, Katharina Rottkemper, Pfarrer Peter Lenfers, Christian Homburg und Stefan Kurlovich. Die Veranstaltung findet am 23. Februar um 19.30 Uhr „Im Engel“ statt.

Von Ulrich Lieber

Präsentieren wieder eine interessante Mischung bei den „Warendorfer Köpfen“ (v.l.): Christoph Hess, Reinhard Hesse und Gerd Leve. Foto: Ulrich Lieber

Warendorf ist für viele Sehenswürdigkeiten und seine Pferde bekannt. Doch das ist ja längst nicht alles, was die Stadt auszeichnet. „Warendorf lebt von den Menschen. Das ist es, was die Stadt ausmacht“, sagt Christoph Hess, Ausbildungsbotschafter für FN, aber auch Mitorganisator der beliebten Veranstaltung „Warendorfer Köpfe“. Nach der Corona-Pause werden am 23. Februar um 19.30 Uhr im Hotel „Im Engel“ fünf Warendorfer Bürger zu Gast sein, die etwas zu erzählen haben.

Christoph Hess, Mitorganisator

„Ich bin froh, dass wir wieder Gäste präsentieren können. Wir wollen den Warendorfern zeigen, was sie für tolle Menschen hier haben“, schwärmt Hess, der gemeinsam mit Reinhard Hesse von der Buchhandlung Ebbeke und Gastgeber Gerd Leve die Veranstaltung organisiert. Dabei hat das „Triumvirat“ darauf geachtet, dass die Mischung stimmt. „Wir wollen etwas jünger werden“, sagt Hess. Vor allem aber soll der Abend dazu führen, den Menschen kennenzulernen. Und so können sich die Gäste auf fünf Warendorfer Bürgerinnen und Bürger freuen, die sicher für einen unterhaltsamen Abend sorgen werden.

Fünf Warendorfer, die etwas zu erzählen haben

Ina Atig ist in Warendorf geboren, hier groß geworden und lebt in Milte. „Sie ist die Stimme Warendorfs und begrüßt uns morgens. Wie schafft man es eigentlich, immer so fröhlich zu sein?“, fragt sich bestimmt nicht nur Christoph Hess. Ina Atig habe eine gute Ausstrahlung, stelle aber trotzdem kritische Fragen. „Sie lebt von ihrer Stimme, aber wir wollen sie auch zeigen.“

Der katholische Pfarrer Peter Lenfers blickt über den kirchlichen Tellerrand hinaus. „Er ist eine tolle Persönlichkeit. Ich folge ihm auch auf Facebook“, erklärt Hess. Es seien schwierige Zeiten, und darum sei es interessant, wie sich die Kirche damit auseinandersetze. „Diese Herausforderungen sind auch eine Chance für die Kirche. Wo setzt die Kirche an?“, möchte Hess wissen. Es sei sicher sehr spannend zu erfahren, wie sich die Kirche in der aktuellen Situation positioniere.

Christoph Hess

Reinhard Hesse stellte zwei „Köpfe“ vor, die es gewagt haben, sich in der schwierigen Corona-Zeit selbstständig zu machen. Katharina Rottkemper ist eine kreative Unternehmerin, die ein eigenes Modelabel herausgebracht hat. „Wie hat sie die Corona-Krise überstanden? Welche Perspektiven hat sie?“, fragt Reinhard Hesse. Mit KaRo-Design bietet die Warendorferin, die selbst Mutter ist, vor allem Umstandsmode und Mode für junge Mütter. Dazu gehört zum Beispiel unkomplizierte Stillmode, die nachhaltig, ökologisch und fair für ein entspanntes Stillen sorgen soll. Da wird es sicher viele Fragen geben.

Der zweite Jungunternehmer ist Stefan Kurlovich, der sich mit der „Kosterei“ selbstständig gemacht hat. „Nicht nur der Zeitpunkt der Gründung, sondern auch der Standort, der nicht im Zentrum liegt, sind interessant“, sagt Reinhard Hesse. Die Straße habe in den letzten Jahren – auch durch die Kosterei – an Attraktivität gewonnen. Die eigene Kaffeeröstung sei dabei ein interessanter Umstand. „Wie kommt man darauf?“, fragt Hesse. „Wir müssen dankbar sein für Menschen, die die Innenstadt beleben“, ergänzt Christoph Hess.

Tägliche Herausforderungen meistern

Welche tagtäglichen Herausforderungen das Leben stellt, darüber wird der 27-jährige Christian Homburg. Er leidet seit frühester Kindheit an Muskelschwund. Gerd Leve kennt dessen Mutter Christa Goebeler sehr gut und hat das Leben von Christian von klein auf verfolgt. „Vom schweren Laufen bis in den Rollstuhl. Die Krankheit macht ihm schwer zu schaffen und trotzdem ist er immer fröhlich und hat eine gute Ausstrahlung“, berichtet Gerd Leve.

Zudem hat Christian Homburg eine interessante Vita und ist ein Gesicht Warendorfs. Nach dem Abitur am AWG hat er eine Ausbildung zum Produkt-Designer absolviert. „Er ist ein sehr intelligenter junger Mann“, lobt Leve. In der Corona-Zeit hat er eine Petition für die Priorisierung bei der Impfung für Behinderte ins Leben gerufen. Zu seinen Hobbys gehören „Powerchair-Hockey“, hier ist er sogar Vorsitzender der E-Rollstuhl-Initiative in Bochum, sowie Reisen. „Der rollende Reisende“ ist zudem ein kleiner Schriftsteller und hat schon so einiges zu Papier gebracht.

Karten für die „Warendorfer Köpfe“ gibt es ab sofort in der Buchhandlung Ebbeke zum Preis von 15 Euro – ermäßigt zehn Euro. „Die Einnahmen werden komplett für gemeinnützige Zwecke gespendet“, versichert Leve.

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