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Jahreshauptversammlung der IWS

Widerstand gegen B 64n wächst

Warendorf

Die IWS hat sich zur Jahreshauptversammlung getroffen und freut sich über eine wachsende Zahl an Mitgliedern. Zurückzuführen ist diese Entwicklung für den Vorstand der IWS durch den immer größer werdenden Widerstand gegen die Planung der B 64n in der Bevölkerung Warendorfs und der ganzen Region.

Der neue Vorstand der IWS spricht sich gegen die Planung der B 64n aus. Foto: IWS

Nachdem im letzten Jahr die Hauptversammlung pandemiebedingt ausfallen musste, freute sich der Vorstand besonders, die diesjährige Versammlung am Donnerstag mit Unterstützung des Betreibers des Kolpinghauses in dessen großem Saal coronagerecht abhalten zu können.

Zu Beginn wurden die Anwesenden durch Sprecher Wilhelm Thumel begrüßt. Es folgte der Bericht von Vorstandsmitglied Rolf Röhling über die sehr positive Entwicklung des Mitgliederstands in den letzten zwei Jahren, aktuell liegt er bei 529. Zurückzuführen ist diese Entwicklung für den Vorstand der IWS durch den immer größer werdenden Widerstand gegen die Planung der B 64n in der Bevölkerung Warendorfs und der ganzen Region.

Thomas Lins

Es folgte ein Vortrag darüber, wie in Deutschland die Klimaziele im Verkehr erreicht werden können. Dabei zeichnete IWS-Vorstandsmitglied Thomas Lins in seiner Funktion als Vorsitzender des VCD-Regionalverbands Münsterland zunächst ein düsteres Bild auf: „Der Verkehr ist im Hinblick auf die Klimaproblematik das größte Sorgenkind: Die CO2-Emissionen haben sich seit 1990 praktisch nicht verändert.“ Grund sei der wachsende Verkehr und vor allem in den letzten Jahren auch immer schwerere und hochmotorisierte Fahrzeuge. „Hier muss sehr schnell und kraftvoll gegensteuert werden, damit wir die gesetzlich vorgeschriebenen Einsparungen erreichen.“ Lins nannte die Änderung der Dienstwagenbesteuerung und ein baldiges Verbot von Verbrennungsmotoren als zwei von acht notwendigen Maßnahmen. „Auch ein Verzicht auf den Bau neuer Straßen wie die B 64n ist gelebter Klimaschutz“, stellte Lins fest. Sein Vortrag auf Grundlage einer Publikation des Wuppertal Instituts wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit deutlicher Zustimmung aufgenommen und mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl rege diskutiert

Nach dem Tätigkeitsbericht von Sprecher Wilhelm Thumel attestierte Kassenprüfer Frank Böning der Versammlung eine anstandslose Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes. Die Mitglieder folgten dem Antrag einstimmig.

Die turnusmäßigen Vorstandswahlen verliefen sehr einvernehmlich. Einstimmig in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde als Sprecherin Sabine Paltrinieri, als Sprecher Rolf Röhling und Wilhelm Thumel und als Kassiererin Irmgard Knetter. Als Beisitzer fungieren Isabel Heseker, Thomas Lins, Manfred Lensing, Udo Gohl und Sebastian Kollhoff.

Zum Schluss der Versammlung berichtete Rolf Röhling von der Ernennung Albert Leendertses zum Ehrenmitglied der IWS und dankte ihm für seine aufopferungsvolle Arbeit in vielen Jahren und seine besonderen Verdienste für die IWS.

Für die Zeit nach der anstehenden Bundestagswahl hofft der Vorstand der IWS auf eine neue Bundesregierung, die endlich eine neue Verkehrspolitik angeht und bei allen Planungen Natur- und Klimaschutz in den Vordergrund stellt. Völlig aus der Zeit gefallene Planungen wie die B 64n müssen sofort gestoppt und auf Grundlage des Klimaschutzgesetzes des Bundesverfassungsgerichtes aus April 2021 überprüft und neu bewertet werden.

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