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Ausstellung von Friedrich Kreuzberg

„Wie ein kleiner Ritterschlag“

Warendorf

Er möchte mit seinen Bildern die Schönheit der Natur ausdrücken – aber auch wachrütteln, sensibler mit der Umwelt umzugehen. Das Westpreußische Landesmuseum zeigt ab heute bis 30. September im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters Werke des Warendorfers Friedrich Kreuzberg. Eine offizielle Ausstellungseröffnung findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr bietet der Künstler ein Ausstellungsgespräch an.

Der Baum, hier vor allem die Birke, steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten. Foto: Joachim Edler

Friedrich Kreuzberg ist Maler und Grafiker. Er möchte mit seinen Bildern die Schönheit der Natur ausdrücken – aber auch wachrütteln, sensibler mit der Umwelt umzugehen. Das Westpreußische Landesmuseum zeigt ab heute bis 30. September im Kreuzgang des ehemaligen Franziskanerklosters Werke des Warendorfers Friedrich Kreuzberg. Eine offizielle Ausstellungseröffnung findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr bietet der Künstler ein Ausstellungsgespräch an. (Anmeldung erforderlich).

„Das ich hier im Westpreußischen Landesmuseum ausstellen darf, ist wie ein kleiner Ritterschlag für mich“, erzählt der Künstler, der am Mittwoch Geburtstag hatte. Die 79 sieht man ihm nicht an. Und Friedrich Kreuzberg hatte viel zu erzählen, bevor er zu seinen Bildern kam. Und irgendwie hängen seine Erzählungen von der Wildnis Kanadas, der Besteigung des Kilimandscharos, seine abenteuerlichen Reisen durch Afrika und Südamerika doch immer wieder mit der Schönheit der Natur und seinen Bildern zusammen. Tiefe Eindrücke, ausdrucksstarke und mystische Landschaften bringt Friedrich Kreuzberg – inspiriert von der Malerei William Turners – auf die Leinwand. Wirken die Motive auf den ersten Blick idyllisch, so bergen sie bei näheren Hinsehen ein aktuell brisantes Thema: Baumsterben durch Klimawandel.

Der Baum, hier vor allem die Birke, steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten. „Die Birke ist ein feministischer Baum“ ist Kreuzberg er überzeugt. „So feingliedrig wie eine Frau.“

Ein kleiner Teil vom großen Spektrum des Malers und Grafikers ist zu sehen. Darunter Tiermalerei, Fotorealismus und Briefmarken-Collagen. Casper David Friedrich (Mann auf Kreidefelsen) kommt bei Friedrich Kreuzberg nicht in den Reißwolf. Auch nicht die DDR-Briefmarke oder die deutsche Sonderbriefmarke (Wildtier des Jahres 2010) mit dem Dachs. Kreuzberg ist kein Briefmarkensammler, er sieht Briefmarken mit anderen Augen, integriert sie in seinen Bildern im Miniatur-Format.

Weitere Werkstattgespräche mit dem Künstler (mit Voranmeldung): 9. Juli, 18 Uhr; 10. Juli, 15 Uhr; 11. Juli, 15 Uhr; 8. August 15 Uhr und 12. September , 15 Uhr.

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