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Generalversammlung der Freckenhorster Bürgerschützen

Wiedersehen nach 819 Tagen

Freckenhorst

„Der heutige Abend ist sicherlich für unseren Verein ein besonderer, sind doch seit der letzten Generalversammlung sage und schreibe 819 Tage vergangen“, hat Matthias Kalthöner genau nachgezählt. Der Präsident des Freckenhorster Bürgerschützenvereins begrüßte am Samstag die Mitglieder zur Generalversammlung, die bereits mehrfach vorbereitet, aber Pandemie-bedingt immer wieder abgesagt wurde.

Von Andreas Engbert

Bewährtes Team der Freckenhorster Bürgerschützen: Uwe Rottenberg, Lisa Liekhues, Richard Poppenborg, Markus Altefrohne, Rüdiger Braun, Klaus Achtermann, Marc Brunsmann und Jörg Kahlert wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt. Foto: Andreas Engbert

Und da die letzte Versammlung vorm Schützenfest 2019 stattfand, umfasste sein Rückblick mit zahlreichen Fotos noch das ausgelassen gefeierte Schützenfest 2019 und die im darauffolgenden Winter noch gefeierten Feste verschiedener Formationen, bevor mit der ersten Generalversammlung im vergangenen Jahr die gewohnten Veranstaltungen abgesagt werden mussten. „Als Vorstand standen wir immer wieder vor Fragen“, beleuchtete er die Herausforderungen, mit denen der Schützenvorstand seitdem zu kämpfen hatte. Wurde das Schützenfest 2020 noch gänzlich gestrichen, versuchten sich die Schützen in diesem Jahr (wie berichtet) an einem vielbeachteten Flaggenweltrekord. Eine personalisierte Urkunde kann sich jedes Mitglied gegen eine Gebühr beim Rekordinstitut erstellen lassen.

Seit einiger Zeit beschäftigt sich der Vorstand des Schützenvereins mit einer Satzungsänderung. Vorstandsmitglied Ralf Böhmer erläuterte Hintergründe und den Stand der Planungen: „Wir überführen die bisherige Satzung in eine neue Satzung und eine neue Geschäftsordnung.“ So wolle man auf die zum Teil alte sowie komplexe und komplizierte Satzung reagieren. Die Statuten der einzelnen Formationen sollen sich von ihrer Struktur künftig an die Geschäftsordnung anpassen. Außerdem soll die Regelung, dass nur Freckenhorster und besonders dem Verein verbundene Personen Mitglied werden dürfen, abgeschafft werden. „Das sind ja alles Dinge, die wir nicht mehr brauchen, weil für uns selbstverständlich ist, dass alle, die in irgendeiner Form mit dem Verein verbunden sind, Mitglied werden können.“ Zudem sollen in der, nur durch eine Versammlung zu ändernde, Geschäftsordnung Regelungen zum Königsschuss, Aufgaben im Vorstand, Datenschutz oder eine Uniformordnung aufgenommen werden. In der nächsten Generalversammlung im März soll über die Satzungsänderung abgestimmt werden.

In ihren Ämtern bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Lisa Liekhues, Marc Brunsmann, Jörg Kahlert, Rüdiger Braun, Richard Poppenborg, Uwe Rottenberg, Markus Altefrohne und Klaus Achtermann. 1356 Mitglieder zählt der Freckenhorster Bürger-Schützenverein derzeit. Mitgliederverwalterin Lisa Liekhues hat 81 Eintritte seit der letzten Generalversammlung gezählt.

Geschäftsführer Markus Altefrohne berichtete, dass man sich in einem Rechtsstreit mit den Finanzbehörden auf einen Vergleich habe einigen können. Trotz der guten Kassenlage folgten die Schützen dem Vorstandsvorschlag, den Jahresbeitrag auch in diesem Jahr bei 25 Euro zu belassen. „Wir rechnen mit Teuerungen“, blickte Matthias Kalthöner in das kommende Jahr, in dem die Schützen hoffen, am 30. Juli mit dem Schützenfest starten zu dürfen.

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