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Schützenverein „Hinter den drei Brücken“: Partnerbeitrag diskutiert

Wiederwahl für Johannes Bußmann

Warendorf

Heftig diskutiert wurden im Rahmen der jüngsten Versammlung des Schützenvereins „Hinter den Drei Brücken“. Die Einführung eines Partnerbeitrages stand zur Debatte. Detailfragen dazu sollen noch in den Garden geklärt werden. Klar war aber die Entscheidung für die Wiederwahl des alten und damit neuen Präsidenten – Johannes Bußmann bleibt im Amt.

Von Andreas Engbertund

Der Schützenvorstand (vl.): Detlef Kamermann, Michael Gövert, Jürgen Rüsel, Ewald Hartmann, Wolfgang Rüsel, Johannes „Hennes“ Bußmann, Christian Laus, Judith Wald, Franz-Josef Jordan und Sven Wendel. Beisitzerin Judith Wald erläuterte in der Versammlung die Idee des Vorstands, einen Partnerbeitrag, etwa für Ehefrauen der Schützen, einzuführen. Foto: Andreas Engbert

Ehegattensplitting im Schützenverein? Der Schützenverein „Hinter den Drei Brücken“ diskutierte am Freitag auf der Mitgliederversammlung im Kolpinghaus einen Vorschlag des Vorstandes, einen halbierten „Partnerbeitrag“ für die Partner der Mitglieder einzuführen. „Wer würde den Schützen zur Seite stehen, wenn sie Hilfe brauchen?“, erläuterte Beisitzerin Judith Wald die Idee des Vorstandes. Vor allem die Frauen der Mitglieder unterstützten diese immer beim Schützenfest, ohne offizieller Teil des Vereins zu sein. Das wolle man mit dem Partnerbeitrag ändern und eine Mitgliedschaft attraktivieren.

Bei einer Diskussion zu diesem Thema wurde schnell klar, dass die Mitglieder das Anliegen des Vorstands durchaus teilten, jedoch vor allem in Detailfragen noch Klärungsbedarf sahen. Gründen diese Damen eine eigene Garde oder reihen sie sich bei den „Schwattjacken“ ein? Ist ein halbierter Jahresbeitrag da überhaupt notwendig? Oder soll man direkt über einen Familienbeitrag nachdenken?

Diskussion in den Garden

Die Versammlung einigte sich schließlich darauf, die Diskussion um diese Frage mit in die Garden zu nehmen und Detailfragen bis zur Versammlung im nächsten Jahr zu klären.

Diskutiert wurde auch der Vorschlag des Vorstandes, den Mitgliedsbeitrag in diesem Jahr um zehn Euro zu reduzieren, da durch die pandemiebedingten Ausfälle etlicher Vereinsaktivitäten, nicht zuletzt des Schützenfestes, der Kassenbericht durch Michael Gövert äußerst positiv ausfiel. In einer Abstimmung einigten sich die Dreibrückenschützen schließlich, den Jahresbeitrag für dieses Jahr zu belassen wie er ist: 25 Euro plus einer Sonderzulage von fünf Euro für das Jubiläumsschützenfest zum 100-jährigen Bestehen, dass eigentlich in diesem Jahr hätte gefeiert werden sollen. Nach Hoffnung des Vorstandes kann dieses Jubiläumsfest im kommenden Jahr in angemessener Weise nachgeholt werden. 475 Mitglieder zählen die Dreibrückenschützen aktuell.

Dass Präsident Johannes „Hennes“ Bußmann kurz darauf seine Präsidentenkette ablegte und den Saal verließ, lag aber nicht an den geführten Diskussionen, sondern an den Wahlgepflogenheiten des Vereins.

Nach Ablauf der Wahlperiode stand die Wahl des Präsidenten auf der Tagesordnung. Und dafür lässt der Präsident traditionsgemäß sein Amt für wenige Minuten ruhen. Unter Leitung des Ehrenpräsidenten Ewald Hartmann stimmten die Mitglieder schließlich mit überwältigender Mehrheit für die Wiederwahl von Johannes Bußmann, sodass er sich die Präsidentenkette wieder umhängen durfte. Mit etwas weniger Aufwand wurden die Beisitzer Judith Wald und Franz-Josef Jordan in ihren Ämtern bestätigt.

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