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Wiwa-Geschäftsführer Heiner Kamp erstattet Bericht

„Wir haben noch sehr viel vor“

Warendorf

Nach vielen erfolgreichen Schritten und Projekten ist Wiwa-Geschäftsführer Heiner Kamp klar: Die Arbeit geht immer weiter.

Von Jörg Pastoor

Heiner Kamp (r.) mit Bürgermeister Peter Horstmann (2.v.r) und Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann (2.v.l.) sowie Amtskollege Michael Meyer-Hermann (Versmold, l.) beim der Exkursion zum Interkommunalen Gewerbegebiet Mitte Mai. Foto: Jörg Pastoor

Viele Ansatzpunkte, viel zu besprechen, viele Erfolge: Heiner Kamp findet, dass die bisherige Geschichte des Vereins Wirtschaft für Warendorf (Wiwa) in mehrfacher Hinsicht Bestätigung für dessen Gründung ist. Der Hauptgeschäftsführer erstattete den Mitgliedern des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses jetzt Bericht über das zurückliegende Jahr aus Sicht der Interessensvertretung der örtlichen Wirtschaft.

Die allgemein sehr freundliche Aufnahme hier in der Emsstadt habe es ihm nach dem Schubser in „kalte Wasser“ beim Aufbau seines Netzwerkes leicht gemacht, so Kamp. Dabei entstand der Eindruck, dass er selbst eben nicht nur als Interessensvertreter, sondern auch als Partner wahrgenommen und behandelt werde.

Heiner Kamp über die Bewerbung um die Landesgartenschau

Der „sehr gesunde Branchenmix“ in Warendorfs Wirtschaftslandschaft könne auf enorme Expertise zurückgreifen, die Wiwa jederzeit anbiete. Sowohl bei der Nachnutzung des Gasthauses Darup als auch bei der Einwerbung von Fördergeldern für die Entwicklung von Freckenhorsts Ortskern habe sich einiges bewegt – die Einrichtung der Task Force Innenstadt habe manches auf den Weg bringen können. Ob durch den vielfältigen Austausch mit Mitgliedern während der Corona-Lockdowns oder beim Sondergutschein: „Wir treten oft in Erscheinung und kooperieren auf Augenhöhe“, so Heiner Kamp, der die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Politik als „hervorragend“ bezeichnete.

Formate wie die Maiwoche oder die Berufsorientierungsmesse stehen beim Wiwa-Geschäftsführer ziemlich weit oben auf der Liste, weil bei der Suche nach Fachpersonal für die örtlichen Unternehmen dringend etwas getan werden müsse.

Neben dem Erreichten richtete er seinen Blick auch in die nähere Zukunft. Die Entwicklung der Bundeschampionate („Ich denke, die nächsten drei werden nicht die letzten drei sein“) und neuer Marktpotenziale durch Wasserstoff als „sehr interessanter Idee“ („Da bleibe ich dran, auch wenn es von Ihnen abgelehnt wurde“) nannte er beispielhaft.

Lob für „hervorragende Zusammenarbeit“ mit Verwaltung und Politik

Ein wichtiges Thema sei ihm ein eigenes Gründerzentrum in Warendorf mit „Digitalhafen“ und Co-Working-Space als Innovationszentrum. Als konkretes Vorhaben will sich Heiner Kamp unter anderem um eine Gewerbeschau in einem der Gewerbegebiete kümmern.

Selbst der – gescheiterten – Bewerbung um die Landesgartenschau, aus der ja leider nichts geworden sei, gewann er Positives ab: „Die Ausgestaltung war spitze!“ Von einem Highlight sprach er bei der Realisierung der „Kulturey“, für die sein Verein Förderung und Sponsoring eingeworben habe.

Kamp setzt unter anderem auf Exkursionen. Die sollen erlebbar machen, was andere Kommunen erreicht haben. Eine in Sachen Gewerbeflächenmanagement ist mit dem Besuch des Interkommunalen Gewerbegebiets bei Versmold schon absolviert (die WN berichteten), zu einer anderen in die zur Beispiel-Energiegemeinde Saerbeck lud er jetzt schon ein. Ein weiteres Projekt könne das Ausbau von Warendorf als „Defi“-Kommune sein, also als Stadt mit flächendeckender Versorgung mit Defibrillatoren.

Unterm Strich gab Heiner Kamp der Wiwa ein Urteil, das Bewertung wie Perspektive beschreibt: „Wir haben viel erreicht, wir haben noch sehr viel vor.“

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