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Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf stellt Vorentwurf zur Ortsumgehung Freckenhorst vor

Wohngebiete vernünftig anbinden

Warendorf

Die Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf (BVW) hat die „Planersocietät“ aus Dortmund mit einem Entwurf zu einer ortsnahen Umgehung für Freckenhorst beauftragt. Dieser Vorentwurf wurde nun vorgestellt. Zentrale Punkte sind die Anbindung der Wohngebiete, die Stärkung der Radwege und der Erhalt der Wirtschaftswege.

Von Ulrich Lieber

Verkehrswirtschaftsingenieur Dirk Lange erklärt seinen Vorentwurf zur ortsnahen Umgehungsstraße für Freckenhorst. Das verfolgen (v.l.) Norbert Dühlmann, Norbert Westfechtel, Theo Aldejohann und Bernhard Kremann aufmerksam. Foto: Ulrich Lieber

Die Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf (BVW) hat ihren Worten Taten folgen lassen und nun einen Vorentwurf für eine westliche Ortsumgehung für Freckenhorst vorgestellt. Die „Planersocietät“ aus Dortmund war damit beauftragt worden. Verkehrswirtschaftsingenieur Dirk Lange hat sich ausgiebig mit der Situation beschäftigt und einen Linienentwurf erarbeitet, der den Ortskern entlasten soll. Die deutlich ortsnähere Umgehung soll vor allem die Radwegeverbindungen stärken und die Wohngebiete anbinden.

Norbert Dühlmann, BVW

Die bisherige Planung von Straßen.NRW sieht eine Kraftfahrtstraße von der Everswinkeler bis zur Warendorfer Straße vor. „Wir wollen keinen zusätzlichen Fernverkehr. Die Planung zerschneidet alle Wirtschaftswege“, bemängelt Bernhard Kremann, Vorsitzender der BVW. Um eine Alternative präsentieren zu können, nahm die Bürgerinitiative nun selbst Geld in die Hand, um eine Basis für eine künftige Ortsumgehung zu schaffen.

„Das ist eine Planung auf der Ebene der Klasse drei“, erklärt Dirk Lange. Die Straße sei auf 70 Stundenkilometer ausgelegt und habe eine Breite von acht Metern. An jeder Seite kommen dann noch 1,50 Meter befestigte Bankette hinzu. „Ein Radweg käme extra, aber nicht direkt an der Straße“, sagt Lange. Ein weiterer großer Unterschied zur Planung von Straßen.NRW liegt darin, dass keine Brücken gebaut werden müssen.

Auf der vorgestellten Umgehung von der Everswinkeler bis zur Warendorfer Straße sind zwei Kreisverkehre geplant. Der erste soll die Siedlung Walgern anbinden. „Hier müssen wir zur Siedlung Walgern auch einen Lärmschutzwall einplanen“, berichtet Lange. Der zweite Kreisverkehr ist beim Feidiek in der Nähe des Hundeasyls vorgesehen. „Das ist ein spannender Punkt“, sagt Norbert Dühlmann, denn hier sei auch die Fahrradstraße der Stadt geplant. „Uns ist es wichtig, dass die Schüler und Fahrradfahrer hier ungestört fahren können.“ Aus diesem Grund schlägt Dirk Lange vor, dass die Radwege am Kreisverkehr auf einer höheren Ebene verlaufen sollen.

Bernhard Kremann, Vorsitzender des BVW

Gegen die bisherige Planung von Straßen.NRW gibt es massiven Protest. „Auf der Strecke wird keiner sein Land abgeben“, weiß Bernhard Kremann. Anders sehe es bei der BVW-Planung aus, denn hier seien die Beteiligten gesprächsbereit. „Hier kann man mit den Leuten sprechen, weil es darum geht, dass etwas für Freckenhorst getan wird.“

Der Vorentwurf soll nun den Fraktionsvorsitzenden und dem Bürgermeister vorgestellt werden, die dann entscheiden, ob der im Rat vorgestellt wird. „Der Rat hätte dann eine bessere Lösung zu bieten als Straßen.NRW und müsste nicht bei null anfangen“, erklärt Kremann. Sollte die Bereitschaft vorhanden sein, wäre die Bürgerinitiative bereit, den Vorentwurf noch auf eigene Kosten fertigstellen zu lassen und der Stadt zu übergeben. „Wir sind auf dem allerbesten Weg“, ist Kremann guter Dinge.

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