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Nachverdichtung in der Altstadt

Wohnnutzung soll erleichtert werden

Warendorf

Eigentlich sind Kerngebiete im Innenstadtbereich vor allem der Unterbringung von Handelsbetrieben vorbehalten. Doch manchmal sieht die Wirklichkeit anders aus. So auch zwischen Lüninger Straße und Kolkstiege. In diesem Bereich der Altstadt hat sich längst eine überwiegende Wohnnutzung etabliert.

Joke Brocker

Bei einer Enthaltung haben die Mitglieder des Umwelt-, Planungs und Verkehrsausschusses (UPV) den Bebauungsplanentwurf „Zwischen Lüningerstraße und Kolkstiege“ angenommen. Dort, im rückwärtigen Bereich des Hauses Lüninger Straße 20, möchte der Grundstückseigentümer auf einer Fläche von 3820 Quadratmetern zwei Wohngebäude errichten. Das Problem: Das Grundstück liegt in einem Kerngebiet. Solche Gebiete dienten vorwiegend der Unterbringung von Handelsbetrieben und Einrichtungen von Wirtschaft, Verwaltung und Kultur, erläuterte Stadtplanerin Pascale Kaell. Wohnnutzungen seien hier nur ausnahmsweise zulässig. Eigentlich. Doch tatsächlich hat sich in diesem Bereich der Altstadt eine überwiegende Wohnnutzung etabliert. Damit entspreche die tatsächliche Nutzung nicht mehr den Festsetzungen des bestehenden Bebauungsplanes, bemerkte Kaell. Durch die bestehende Kerngebietsfestsetzung könnten gegenwärtig aber nur Bauanträge genehmigt werden, die überwiegend gewerblichen oder kerngebietstypischen Nutzungen dienten. Das Vorhaben des Eigentümers allerdings entspreche dem auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) formulierten Ziel, die Altstadt als attraktiven Wohnstandort zu sichern und zu stärken. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes werde der planungsrechtliche Rahmen für eine Weiterentwicklung der Wohnnutzung geschaffen.

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