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Viele Gratulanten feiern Herwig Behrings Dienstjubiläum

Würdigung ohne große Bühne

Warendorf

Keine Grußworte, keine eigene Rede, auch keine große Bühne: Auf all dies wurde ganz bewusst verzichtet, als Pfarrer Herwig Behring nun sein Dienstjubiläum feierte. Trotzdem wurde die Wertschätzung der Gratulanten deutlich.

Von Christopher Irmler

Das Presbyterium überreichte Herwig Behring einen Olivenbaum (v.l.): Andreas Hornung, Pfarrer Herwig Behring, Manuela Lakemper, Ewald Venherm, Jörg Schwabe, Frauke Holwitt, Martha Nooke, Pfarrer Cornelius Bury und Martin Müller. Foto: Christopher Irmler

Seit 25 Jahren ist Pfarrer Herwig Behring in der Evangelischen Kirchengemeinde tätig. Grund genug, das Dienstjubiläum zu feiern.

In der Christuskirche begrüßte der Jubilar am Donnerstagabend zunächst die Besucher eines interreligiösen Orgelkonzerts. Torsten Laux spielte hier unter dem Titel „Schalom“ neben eigenen Kompositionen zu Frieden und Versöhnung auch Girolamo Frescobaldi sowie Johann Sebastian Bach.

Anschließend bat Behring angesichts des guten Wetters zum „fröhlichen Austausch“ in den Pfarrgarten. Auf Grußworte, eine eigene Rede oder eine große Bühne wurde dabei ganz bewusst verzichtet. „Nein, es ist so viel schöner. Grußworte sind so lang und langweilig, das will keiner hören. Außerdem ist da zu viel Lobhudelei dabei.“

Viele kleine Aufmerksamkeiten

An authentischer Wertschätzung mangelte es im Verlauf des Abends wahrlich nicht. „Ihr solltet doch gar nichts mitbringen“, begrüßte er die Gratulanten. „Das ist nur eine kleine Aufmerksamkeit“, lautete die Replik. Es kamen viele dieser kleinen Aufmerksamkeiten zusammen. Zahlreiche Gemeindemitglieder, aber auch Vertreter aus Gesellschaft und Politik reihten sich in die lange Schlange der Gratulanten ein. Da konnte es schon einmal zu kleineren Diskussionen mit Augenzwinkern kommen, wer nun an der Reihe sei. Das Presbyterium überreichte Herwig Behring einen Olivenbaum für den heimischen Garten. Dafür, so befand der Beschenkte, finde sich garantiert ein schöner Platz. Bürgermeister Peter Horstmann hatte sich umgehend nach der Ratssitzung auf den Weg gemacht und ein literarisches Präsent im Gepäck. „Dass so viele gekommen sind, freut mich sehr“, merkte Behring am Rande sichtlich glücklich an. Das sei gerade mit Blick auf einen Abend unter der Woche nicht selbstverständlich. Sprach es und wurde gleich freundschaftlich vom nächsten Gast angesprochen. So hatte sich Behring wohl seinen besonderen Abend vorgestellt.

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