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Weltkriegsmunition im Bach

„Tannenzapfen“ war eine alte Handgranate

Freckenhorst

Hund „Happy“ schlug beim Gassigehen an. Mia fand seltsam, was da im trockenen Spillenbach lag. Ein Zapfen vielleicht? Nein.

-jp-

Theoretisch hätte es auch ein schlammverkrusteter Zapfen sein können. Aber es war eine wohl amerikanische Handgranate. Foto: Christine Holthaus

Nein, es war kein Kiefernzapfen: Was die elfjährige Mia Holthaus jetzt im ausgetrockneten Spillenbach an der Everswinkeler Straße gefunden hatte, war eine Handgranate. Einen „110“-Anruf und einige Stunden später war klar: ein Blindgänger. Offenbar hatte die Granate keinen Zünder mehr.

Bis dahin sorgte der Fund in Höhe des Restaurants Bürgerstuben für ordentlich Aufregung. Die Polizei sperrte den Bereich ab, rief den Kampfmittelräumdienst. Dessen Spezialisten nahmen die Granate – möglicherweise amerikanischen Ursprungs – mit. Schnell stellte sich heraus, dass sie nicht mehr scharf war.

„Normalerweise gehe ich ab und zu mit dem Hund, um Mama zu entlasten“, erzählt Mia den WN. An der Stelle des Spillenbachs sind die Zwei schon viele Male entlang gekommen, direkt an den Bürgerstuben. Diesmal schlug Schäferhund „Happy“ aber an. „Er war ganz aufgeregt und wedelte mit dem Schwanz.“ Mia sah, auf was im Bachbett das Tier denn so reagierte. Es hätte auch ein Kiefernzapfen sein können – der passende Baum steht genau dort.

War es aber nicht. Mia sagte ihrer Mama Bescheid.

Beide hätten sich genau richtig verhalten, lobt Stadtsprecher David Graubner. „Wenn man so etwas findet: Nichts anfassen oder damit herumspielen“, so Graubner, „und sofort die 110 wählen.“

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