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40 Jahre Intensivstation

Zeit der Äthernarkose endete

Warendorf

Der Anfang der Intensivstation im Josephs-Hospital war bescheiden: sechs Betten. Das ist 40 Jahre her. Und es entwickelte sich daraus die neue Station im gerade eingeweihten Gebäudetrakt mit zwölf Betten und hochmoderner Ausstattung.

wn

Die Intensivstation des Josephs-Hospitals heute: Foto: Krankenhaus

Seit 40 Jahren gibt es eine Intensivstation im Josephs-Hospital. Ein Rückblick: Im Jahr 1979 kamen mit der Ärztin Dr. Iserloh und den Ärzten Dr. Wisdorf und Dr. Niedermann gleich drei erfahrene Anästhesiologen und Intensivmediziner aus der Universitätsklinik Münster in das Warendorfer Krankenhaus. Ihre Aufgabe: der Aufbau einer eigenständigen Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Mit dabei und somit pflegerischer „Pionier“ der Intensivstation war der leitende Anästhesiepfleger Heinrich Kock.

Langsame Entwicklung zu modernen Verfahren

Ende 1979 wurde dann im vorhandenen Baubestand eine kleine Intensivstation eingerichtet. Alles an dieser ersten Intensivstation mit ihren sechs Betten war zwar durchaus funktionell, aber extrem beengt und mit den heutigen Verhältnissen nicht mehr vergleichbar, heißt es in der Pressemitteilung des Krankenhauses.

Heinz Kock baute ein Pflegeteam für die Intensivstation auf und vermittelte seinen neuen Kollegen zusammen mit seinen ärztlichen „Chefs“ das anästhesiologische und pflegerische Wissen. Durch die neue Anästhesieabteilung kamen auch die modernen Narkoseverfahren ins Hospital, die zum Beispiel die bis dahin noch bundesweit übliche Äthernarkose ablösten. Patienten konnten bei Bedarf jetzt auch über längere Zeit beatmet werden und die eingeführte Infusions- und Intensivtherapie eröffnete den operativen Fächern neue Möglichkeiten.

In den 80er Jahren baute der Kreis Warendorf ein Notarztsystem auf, das mit dem ärztlichen Personal der Intensivstation besetzt wurde. Jetzt konnten Notfallpatienten schon am Unfallort ärztlich versorgt und stabilisiert werden, bevor sie dann im Krankenhaus weiterversorgt wurden.

Durch Dr. Wisdorf wurde zusätzlich eine Schmerzambulanz zur Behandlung chronischer Schmerzen aufgebaut, die sich bis heute zu einem wichtigen Leistungsbereich entwickelt hat.

In den 80ern: Der Start der Schmerzambulanz

Im Jahr 1990 wurde dann im hinteren Bereich des B-Flügels im damaligen Erdgeschoss eine für die Verhältnisse der 90er Jahre hochmoderne Intensivstation mit acht Betten neu gebaut. Es gab ein (damals) großzügiges Nebenraumkonzept und erstmals eine zentrale Monitorüberwachung. Zwei Zimmer waren dank Schleusen zur Isolierung von Infektionspatienten geeignet.

Während der langen Betriebszeit bis 2020 wurde der Bestand an medizinischen Geräten vom Beatmungsgerät bis zur Blutwäsche kontinuierlich modernisiert und erweitert. Durch die ständige Erweiterung des medizinischen Spektrums wurde klar, dass die Intensivbetten nicht mehr ausreichen. Auch wurde die Notwendigkeit erkannt, eine Überwachungsstation einzurichten.

Bis zu 25 Beatmungsplätze und acht Isolierzimmer

2008 ging der langjährige Chefarzt der Anästhesiologie, Dr. Rolf Wisdorf, in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Chefarzt Dr. Alexander Reich, leitet bis heute die Abteilung. Dafür steht ihm ein Team von sechs Oberärztinnen und Oberärzten und 20 Assistenzärzten zur Verfügung. Pflegerisch wird die Intensivstation von Wolfgang Pomberg und Florian Brechtken geleitet – mit 35 Pflegenden auf der Intensivstation.

Mit dem Neubau des Bettenhauses ab 2018 wurden die Kapazitäten der Intensivstation auf zwölf Betten erhöht. Mit bis zu 25 Beatmungsplätzen und Isolierungsmöglichkeiten für acht Patienten ist die Intensivstation sehr gut aufgestellt.

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