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Spielwarengeschäft Pecher feiert 100-jähriges Bestehen

Ziel sind leuchtende Kinderaugen

Warendorf

Seit 100 Jahren besteht das Spielwarengeschäft Pecher. Das ist wahrlich ein Anlass zum Feiern. Die Inhaber Marion und Thomas Hölscher laden darum vom 17. bis zum 26. November ein und locken mit tollen Angeboten.

Sie laden zum 100. Geburtstag vom 17. bis zum 26. November in „Pechers Spielparadies“ ein (v.l.): Simone Schulze Narup, Thomas Hölscher und Marion Hölscher. Foto: Ulrich Lieber

Das Spielwarengeschäft Pecher ist eine echte Institution in Warendorf. Wohl jeder kennt die überdimensionalen Playmobil-Figuren, die schon seit 1971 über dem Schaufenster stehen und das Straßenbild der Oststraße mitprägen. Nun feiert Pechers Spielparadies sein 100-jähriges Bestehen, und die heutigen Inhaber Marion und Thomas Hölscher laden zu besonderen Angeboten ein.

Als Johannes Pecher 1922 das Geschäft am Heumarkt 4 gründete, da beschränkte sich sein Sortiment noch auf Korbwaren und Kinderwagen. Bereits acht Jahre später zog er in die Oststraße 44 um und erweiterte sein Sortiment um die Spielwaren. Nach einem weiteren Umzug an den heutigen Standort an der Oststraße 4 wurde das Sortiment erneut vergrößert. 1965 erhielt die Fassade ein neues Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits Tochter Ilse Lübbers das Geschäft übernommen.

Thomas Hölscher, Inhaber des Spielwarengeschäfts Pecher

Thomas Hölscher erinnert sich an seine Kindheit. „Ich habe oft vor dem Schaufenster gestanden und das Spielzeug bewundert. Es ist ein schönes Schicksal, dass wir das Geschäft 1990 übernehmen konnten.“ Gemeinsam mit seiner Frau Marion hatte er von 1984 bis 1990 ein Bastelgeschäft am Heumarkt. Dieser kreative Bereich sei dann in das Spielwarengeschäft integriert worden.

„Wir arbeiten für leuchtende Kinderaugen, aber auch für glückliche Eltern und Senioren“, sagt Hölscher, der sich darüber freut, mittlerweile vier Generationen als Kunden begrüßen zu dürfen. In den 32 Jahren habe sich eine Menge getan, und die Branche habe sich immer wieder neu erfunden. Ein einschneidendes Erlebnis war allerdings im Jahr 2009 der Brand im Nachbarhaus, der auch auf Pecher Auswirkungen hatte. „Das Löschwasser hat bei uns alles zerstört, auch die historischen Spielzeuge, die wir gesammelt hatten“, bedauert Hölscher. Das Haus musste anschließend entkernt und komplett saniert werden.

Da immer mehr online gekauft wird, hat sich Thomas Hölscher auch hier einige Jahre getummelt, dies aber Ende 2021 wieder aufgegeben. „Es ist schwer, auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Wir haben zudem auch eine Filiale in Oelde“, erklärt der Inhaber. Er lobt die sehr aktive Kaufmannschaft in Warendorf und lobt die Stadt in höchsten Tönen. „Es ist schön, hier ein Geschäft zu haben und hier zu leben. Hier passiert ganz viel.“ Zudem sei es aber auch für die Stadt ein großes Glück, ein Spielzeuggeschäft zu haben, denn das sei wichtig für die Menschen.

Ein wichtiger Trend sei die Herstellung von Spielwaren aus nachwachsenden Rohstoffen. „Nachhaltigkeit ist ein großes Thema und gerade für junge Mütter wichtig.“ So könne ein Kind heute auf diesem Spielzeug unbedenklich rumkauen. „Die Menschen brauchen heute mehr Beratung und ein großes Sortiment“, erklärt Marion Hölscher. Darum sei es ein großes Glück, dass mit Simone Schulze Narup eine ausgebildete Pädagogin das Geschäft in Warendorf leite. Spielen sei nach wie vor etwas ganz Wichtiges für die Kinder und erleichtere ihnen den Schuleinstieg.

Rund 11 000 verschiedene Artikel stehen auf rund 180 Quadratmetern bei Pecher zur Auswahl. Dazu gehören nach wie vor auch die Klassiker wie „Mensch ärgere Dich nicht“, Schach, Mühle, Monopoly oder Cluedo. Aber natürlich geht es auch in die andere Richtung, denn der Mikrochip erobert schon seit den 90er-Jahren den Markt. „In den letzten zehn Jahren ist die Digitalisierung vorangeschritten“, sagt Thomas Hölscher.

Zum Jubiläum gibt es vom 17. bis zum 26. November „schier unglaubwürdige Angebote“, die Ermäßigungen zwischen 30 und 70 Prozent beinhalten. Zudem stehen am 17. und 19. November zwei Aktionstage mit Popcorn-Maschine und Glücksrad an. „Das Tor zur Traumwelt“ soll natürlich in erster Linie die Kinder begeistern, aber auch so mancher Erwachsener dürfte das Kind in sich bei diesen Angeboten wecken.

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