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Marktfest am dritten Juliwochenende

Zum neunten Mal ins Mittelalter

Warendorf

Schluss mit der Corona-Zwangspause: es gibt wieder ein Mittelalterliches Marktfest in Warendorf. Das neunte.

Chapeau Claque Rouge sorgt für feurigen Spaß und Spektakel auf Stelzen Foto: Privat

Alte Zeiten ganz aktuell: Das neunte mittelalterliche Marktfest gastiert in Warendorf. Am 16. und 17. Juli hat der Verein DuBiWa wieder Musik, Gauklerei, originalgetreu gekleidete Kämpfer, Handwerk und auch das eine oder andere Mystische hergeholt. Mittwochnachmittag gab es Details vom Vorstand.

Die Lage nach der Corona-Zwangspause? Veit Kröger beschriebt sie so: „Die Leute sind ausgehungert – sie wollen raus!“ Der Vorsitzende des Vereins DuBiWa präsentierte Mittwochnachmittag im Kurzüberblick, was am dritten Juli-Wochenende auf dem Lohwall passiert. Auf rund 11.000 Quadratmetern, mit 380 Teilnehmern. Zwar ohne Pestumzug, weil diese Gruppe die veranstaltungslose Zeit nicht überstanden hat und auch ohne Tiere, weil es etwa bei der Reitergruppe Ausfälle und verletzte Tiere gibt.

DuBiWa-Vorsitzender Veit Kröger

Dafür aber diesmal mit einer Lernschmiede, in der auch Kinder kleine Hufeisen zu schmieden lernen. Auch Leder selbst zu punzen, also prägen, ist ein neues Angebot. Das Faszinierende am Vergangenen liegt wohl auch darin, sich kaum vorstellen zu können, wie die Wikinger-Salzhändler oder Kräuterfrau vor gut 1100 Jahren lebten. Templer zeigen den Alltag im Ritterlager 1147 samt pilgernden Mitreisenden, „Heimdalls Wölfe“ liefern Schaukämpfe, ob Germanen, die schottisch-nordische Sippe oder „street art“ vor hunderten Jahren im Gauklerlager – für jeden Geschmack soll das ausdrücklich als Familienfest ausgelegte Wochenende auf dem Lohwall etwas bieten.

Neben den teils handfesten Vorführungen bietet eine Reihe von Händlern und Marketendern aus früheren Jahrhunderten Bekanntes an. Lederwaren wie etwa die typischen wendegenähten Schuhe sind dabei, Seifen und Räucherwaren, Spielzeuge, Holzprodukte und Kleidung, Laternen, Wollenes, aber auch Liköre; im Angebot zusätzlich eine Korbmacherin, aber auch besagte „Ziegenschmiede“ zum Mitmachen für kleine und größere Metaller.

380 Teilnehmer auf 11.000 Quadratmetern Marktfläche

Weil Zuschauen und Kaufen schon damals den Appetit anregten, begleitet ein Tross zeitaltersgerechter Gastronomie den Markt. Neu dabei: Wildburger.

In Summe gibt es 14 Gastronomen, 28 Händler und 24 Heerlager. „Wir sind deutschlandweit bekannt – die Leute kommen gerne“, so Veit Kröger. Er dankte unter anderem der Volksbank, Darpe Druck, Architekt Carl Altefrohne, Bauhof, Jugendfeuerwehr und Pfadfindern für die Unterstützung.

Geöffnet hat der Markt am 16. Juli von 11 bis 23 Uhr (Eröffnung 12.15 Uhr) sowie Sonntag von 11 bis 19 Uhr. die Tageskarte kostet 8 bis 9 Euro (Kinder bis Schwertmaß 1,30 Meter frei) sowie 15 Euro für die Zwei-Tageskarte.

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