Müll und Geld sparen

Zuschuss für Stoffwindeln

Warendorf

Umweltbewusstsein soll sich für Eltern lohnen. Die Stadt Warendorf soll künftig jährlich – zunächst begrenzt bis zum 31. Dezember 2023 den Betrag von 2500 Euro im städtischen Haushalt für ein Förderprogramm zum Kauf von Stoffwindeln einstellen.

Als erste Gemeinde im Kreis will Warendorf jungen Familien einen Zuschuss für die Anschaffung von Stoffwindeln für deren Kleinkinder geben. Gedacht ist dies als Zeichen des Umweltschutzes und der Unterstützung junger Eltern. Foto: dpa

Als erste Gemeinde im Kreis will Warendorf jungen Familien einen Zuschuss für die Anschaffung von Stoffwindeln für deren Kleinkinder geben. Gedacht ist dies als Zeichen des Umweltschutzes und der Unterstützung junger Eltern. Umweltbewusstsein soll sich für Eltern lohnen. Die Stadt Warendorf soll künftig jährlich – zunächst begrenzt bis zum 31. Dezember 2023 den Betrag von 2500 Euro im städtischen Haushalt für ein Förderprogramm zum Kauf von Stoffwindeln einstellen. So zumindest lautet das Votum des Umwelt- und Mobilitätsausschusses von Mittwoch. Danach sollen Familien mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 150 Euro unterstützt werden, wenn sie sich für den Kauf von Stoffwindeln entscheiden. Damit soll die Attraktivität der Stoffwindel als Alternative zur weit verbreiteten Einwegwindel gesteigert werden.

Zwei Bürgereingaben hatten diese Maßnahme gefordert, um auf diese Art eine Müllreduktion zu erreichen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Die Recherche in Nachbarkommunen, so die Verwaltung, habe die überschaubare Zahl von zehn bis 15 Anträgen im Jahr ergeben. Deutschlandweit bieten gut 50 Kommunen einmalige oder jährliche Förderungen zum Kauf von Stoffwindeln an.

Während SPD und Grüne schnell ihre klare Zustimmung signalisierten und Dr. Hans Günter Schöler (FDP) nach gewissen Zweifeln letztendlich von einem „interessanten Anreiz“ sprach, wurden aus den Reihen der CDU ablehnende Stimmen laut.

Die Christdemokraten bezweifelten unter anderem den ökologischen Mehrwert der Stoffwindeln. Es bestehe die Gefahr, mit einer Umverteilung von Steuergeldern Einkommen einfach zu sozialisieren. „Wer davon überzeugt ist, wird es auch ohne Zuschuss machen“, merkte etwa Stefan Hölzle (CDU) Zweifel an. Fünf Christdemokraten stimmten gegen die Sitzungsvorlage, ein weiterer enthielt sich der Stimme. Die übrigen neun Ausschussmitglieder votierten mit „Ja“.

Der Haupt- , Wirtschafts- und Finanzausschuss wird sich in seiner Sitzung am 21. Juni mit der Stoffwindel-Thematik erneut befassen. Die finale Entscheidung fällt dann voraussichtlich in der Ratssitzung am 1. Juli.

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