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Stadt und AWG suchen Alternativen

Zuviel Luft in Papiercontainern

Warendorf

Die öffentlichen Standorte dienen inzwischen eher als Pappcontainer. Altpapier passt wegen der vielen Kartons oft kaum hinein. Stadt und AWG suchen einen Ausweg. Musterfall: Warendorf.

Jörg Pastoor

Symbolbild Foto: Archiv

Es wird weiter ein Angebot zur öffentlichen Altpapiersammlung geben – aber demnächst nicht mehr mit den bekannten Sammelcontainern. Stattdessen verhandelt die Stadt jetzt mit der Abfallwirtschaftsgemeinschaft im Kreis Warendorf (AWG) über eine Alternative. Warendorf, das berichtete Sachgebietsleiter Udo Bierbaum Donnerstag im Umweltausschuss, werde Musterkommune dafür.

Die stadtgebietsweit noch 45 Containerstandorte, beinhalten zunehmend mehr Luft. Grund: die vor allem durch Corona explosive Zunahme von Versandkartons. Viele, da nahm Bierbaum seine Ehefrau nicht aus – zerreißen die Pappe beim Entsorgen nicht, sondern schieben den zusammengefalteten Karton in den Container. Der stellt sich meist im Innern wieder auf und verhindert die effiziente Ausnutzung des Volumens.

Dazu komme, so Bierbaum, dass immer wieder Verbraucher ihre Altpappe neben die Behälter stellen, weil die voll seien. „Und wenn da Pappe steht, kommt da auch anderer Müll hin.“ Die Reinigung kostet die AWG jährlich um die 60 000 bis 70 000 Euro. Stadtanteil: 20 Prozent, also mindestens 12 000 Euro.

Weil Warendorf und Sassenberg nicht nur im Kreis, sondern seins Wissens münsterlandweit die Letzten mit Sammelcontainern für Altpapier sind, gebe es zudem viele Fremdeinwürfe. Das weiß die Stadt aus Bußgeldbescheiden an die Adressen derer, die beim „Fremdeinwurf“ vorher ihre Spuren nicht beseitigt haben.

Jährliche Reinigungskosten von 12 000 Euro

Der Ausschuss legte Wert darauf, dass die Bürger nach Abschaffung der Container auf jeden Fall weiter irgendwo ihr Altpapier lassen können, das eben nicht in die eigene Tonne passt. Simone Lutz (SPD) beantragte eine kurze Sitzungspause, um nochmals intern zu beraten.

Schließlich war die Mehrheit dafür, auf die Sammelstandorte zu verzichten, wenn die AWG etwas Anderes anbietet. Die bekannten karitativen Sammler wie die Kolpingsfamilie sollen dabei mit einbezogen werden, wie auch Baudirektor Peter Pesch betonte.

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