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Ausstellung in der Ebbers-Galerie ergänzt

Zwei weitere Mundinger-Bilder aufgetaucht

Warendorf

Durch einen Artikel unserer Zeitung wurde Dr. Hubert Schulze Relau auf die Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Friedrich Wilhelm Mundinger aufmerksam, und bemerkte, dass er dazu etwas beitragen kann.

-tra-

Rudolf Berger (l.) hat den beiden Arbeiten aus dem Besitz von Dr. Hubert Schulze Relau in der Ausstellung der Ebbers-Galerie einen besonderen Platz gewidmet. Auf Staffeleien stehen sie links und rechts von der Biografie Friedrich Wilhelm Mundingers. Foto: Beate Trautner

Die Lokalzeitung ist ein – nach wie vor – wichtiges Medium für Informationen, Kommunikation und gegebenenfalls auch für gemeinsame Aktionen. Und manchmal wird durch einen Artikel etwas zusammengeführt, was zusammen gehört. So geschehen nach Erscheinen des Artikels über die Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Friedrich Wilhelm Mundinger in der Ebbers-Galerie am Samstag in der WN.

Darauf folgten zwei Telefonanrufe. Und so konnte Rudolf Berger der Ausstellung mit den sechs Original- Aquarellen Friedrich Wilhelm Mundingers noch zwei weitere Originale als Leihgaben hinzufügen.

„Meine Frau und ich haben den Artikel gelesen und sofort nachgehakt“, erzählt der stolze Besitzer der beiden Originale, Dr. Hubert Schulze Relau. Ein Bild hing immer schon in der Wohnstube. „Das kenne ich, solange ich lebe“, erklärt der 1956 geborene Kunstbesitzer. Das zweite hat Schulze Relau für die Ausstellung aus der Upkammer geholt.

Nicht datierte Kunstwerke

Dabei wusste Schulze Relau bis vor ein paar Jahren gar nicht, was er da in seinem Bauernhaus hängen hatte. Er erinnerte sich durch den Artikel an den Namen des Künstlers, weil Dechant Suwelack bei einem Besuch im Jahre 2015, als er die beiden Bilder sah, rief: „Die sind ja vom Mundinger!“

„Erst da habe ich richtig hingesehen“, gesteht Schulze Relau. Wie genau die Arbeiten den Weg in sein Haus gefunden haben, kann er gar nicht sagen. „Ich vermute, dass da meine Oma mit im Spiel war“, versucht Schulze Relau den Bogen zu ziehen. „Die war nämlich sehr großherzig und an vielem interessiert.“

Die beiden Aquarelle sind nicht datiert. Ihre Entstehung lässt sich in den frühen 40er Jahren des letzten Jahrhunderts vermuten, wenn man sich Rahmung und Aufhängung ansieht.

Vielleicht sind es sogar Arbeiten, die Mundinger während des Krieges gegen Naturalien getauscht hatte. Da die Nationalsozialisten ihm ein Mal- und Ausstellungsverbot verordneten, hätte eine Datierung der Arbeiten fatale Auswirkungen für ihn haben können.

Das wäre auch eine Erklärung, wie sie auf den Bauernhof in Warendorf kamen.

Besonderer Platz in der Ausstellung

Zu sehen sind zum einen eine Emslandschaft, die aber nicht konkret zugeordnet werden kann. Auf dem anderen Bild könnte es sich eine Ansicht aus dem Umland von Delbrück handeln, in dem Mundinger mit seiner Familie Zuflucht fand. Auch aus seinem Delbrücker Versteck heraus fertigte Mundinger viele Arbeiten zum Tausch gegen Nahrungsmittel an.

Rudolf Berger hat den beiden Arbeiten in der Ausstellung der Ebbers-Galerie einen besonderen Platz gewidmet. Auf Staffeleien stehen sie links und rechts ihres Schöpfers – der Biografie Friedrich Wilhelm Mundingers.

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