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Anteil dererneuerbaren Energie erhöhen

Wärmeversorgung klimafreundlich umbauen

Kreis Warendorf

Mit der kommunalen Wärmeplanung beschäftigte sich die Lenkungsgruppe Klimaschutz“ in Telgte.

Mit der kommunalen Wärmeplanung beschäftigte sich die Lenkungsgruppe Klimaschutz“ in Telgte. Mit der kommunalen Wärmeplanung beschäftigte sich die Lenkungsgruppe Klimaschutz“ in Telgte. Foto: Stadt Tlgte

Die kommunale Wärmeplanung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die Klimaschutzziele auf allen Ebenen erreichen zu können. Denn bei der Bereitstellung von Wärme für die Haushalte und die gewerblichen und industriellen Prozesse liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien derzeit deutschlandweit noch bei mageren 16,5%. Damit dies im Kreis Warendorf zielstrebig anders wird, haben sich die dreizehn Kommunen und die Kreisverwaltung beim jüngsten Treffen der „Lenkungsgruppe Klimaschutz“ in Telgte vertieft mit dem Thema befasst.

Anhand von zwei Fachvorträgen diskutierten die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der zuständige Dezernent und die Amtsleiter des Kreises sowie die Klimaschutzbeauftragten und weitere Fachleute der Kommunalverwaltungen die rechtlichen Rahmenbedingungen und den konkreten operativen Einstieg in dieses komplexe Thema. „Noch warten die Städte und Gemeinden auf das Rahmengesetz des Bundes, das für 2023 erwartet wird. Dann wird die kommunale Wärmeplanung und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen rechtlich verbindlich“, berichtet Telgtes Bürgermeister Wolfgang Pieper, der die Treffen der Lenkungsgruppe Klimaschutz zusammen mit Bürgermeisterin Karin Rodeheger aus Oelde und Bürgermeister Carsten Grawunder aus Drensteinfurt organisiert.

Ziel: 50 Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien

Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, bis zum Jahr 2030 schon 50 Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien bereitzustellen, und bis 2045 soll dies komplett klimaneutral erfolgen. Daher gilt es, die kommunalen Potenziale zur Wärmeerzeugung zu identifizieren und mit den künftigen privaten, gewerblichen und öffentlichen Bedarfen abzugleichen. „Um dann die lokal erzeugte Wärme zu den Verbrauchsstellen transportieren zu können, müssen Wärmenetze aufgebaut und Betriebsmodelle entwickelt werden“, so ein Fazit aus der Tagung. Ein immens wichtiger Baustein ist dabei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie die Einbindung von Unternehmen. Energieproduzenten und Stadtwerken, um technisch und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Prozess ist kein Kurzstreckenlauf

Dass dieser Prozess kein Kurzstreckenlauf ist, sondern eher einem Marathon gleicht, ist dabei allen Beteiligten bewusst. „Aber es liegen unglaubliche Chancen in diesem Ansatz, die Wärmeversorgung gezielt klimafreundlich umzubauen und sich zugleich unabhängiger zu machen von Energieimporten anderer Länder“, waren sich die Beteiligten einig. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen klar sind, werden die Kommunen drei Jahre Zeit haben, um ihre Wärmepläne zu erarbeiten. Danach sind sie kontinuierlich fortzuschreiben und die Umsetzung der Maßnahmen zu verfolgen.

Im Rahmen des Treffens wurde darüber hinaus von Seiten des Kreises Warendorf über das Jobticket in der Kreisverwaltung berichtet, dessen Konditionen auf großes Interesse bei den Kommunen stieß. Ein Erfahrungsaustausch der Kommunen zur Verankerung von Kriterien zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit in der Bauleitplanung bildete den Abschluss der Tagung. Die Lenkungsgruppe Klimaschutz trifft sich zweimal jährlich.

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