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Lesung mit Christine Schniedermann

Wie Kinder den Glauben entdecken

Everswinkel

Die gebürtige Everswinkelerin Christine Schniedermann hat ein Buch darüber geschrieben, wie der Glaubensalltag mit Kindern ablaufen kann. Aus der Motivation heraus, all die Eltern zu bestärken, die sich vielleicht noch unsicher sind, wie sich heutzutage der Glaube in den Alltag mit Kindern inte­grieren lässt. Jetzt stellte Wahl-Münchenerin Christine Schniedermann ihr Buch „Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen“ in Everswinkel vor.

Von Karina Linnemann

Die gebürtige Everswinkeler Autorin Christine Schniedermann las in der Buchhandlung Föllen aus ihrem Buch „Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen“ Foto: Karina Linnemann

Wird die Adventszeit beschaulich? Müssen kleine Kinder in der Kirche still sitzen? Und wie können Eltern ihren Kindern den christlichen Glauben übermitteln? Autorin Christine Schniedermann behandelt in ihrem Sachbuch „Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen“, welches sie jetzt in der Buchhandlung Föllen während einer Lesung vorgestellt hat, genau diese Fragen und noch viele mehr.

Von Everswinkel nach München

Christine Schniedermann hatte es sich an einem urigen braunen Schreibtisch in der Bücherecke gemütlich gemacht, um interessierten Leseratten Auszüge aus ihrem Buch vorzustellen. „Ich fühle mich sehr wohl hier. Das liegt an dem gemütlichen Ambiente, aber auch daran, dass ich mich in Everswinkel noch immer zuhause fühle“, so Schniedermann. Die Wahlmünchenerin ist in Everswinkel aufgewachsen, war als Kind im St.-Magnus-Kindergarten, hatte ihre Erstkommunion im Vitusdorf und pflegt noch immer viele Freundschaften aus ihrer Jugendzeit.

Mit Ironie

In ihrem Buch „Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen“, möchte Christine Schniedermann zeigen, wie Erwachsene Kindern den christlichen Glauben näher bringen können. Witzig, anschaulich und auch mit Ironie erzählt sie, wie sie ihre Kinder von Anfang an auf dieser Entdeckungsreise begleitete. So beschreibt sie zum Beispiel in einem Kapitel, dass sie „Advent: Erster Versuch“ genannt hat, wie stressig die eigentlich doch beschauliche Adventszeit sein kann, wenn sich die Mutter zu viel vornimmt. „Ich habe mir so viele Gedanken gemacht, wollte alles perfekt machen und bin vor lauter Stress nur halbherzig bei den Kindern gewesen“, musste Schniedermann zugeben.

Wichtig sei es ihr, dass sie keinesfalls als Theologin über ihre Erfahrungen über Kinder und Kirche erzählt. „Ich bin Mutter und schildere meine Erfahrungen aus dieser Sicht“, betonte sie. Ebenfalls habe sie Kommunionsgruppen geleitet. „Viele Erinnerungen, die ich in meinem Buch teile, stammen aus dieser Zeit“, sagte Schniedermann. So auch der Buchtitel. „Ich habe die Kommunionskinder gefragt, was sie Jesus zeigen würden, wenn er zu ihnen nach Hause kommen würde. Eine Antwort war: Ich würde Jesus meinen Hamster zeigen, weil ich ihn so lieb hab“, erinnerte sie sich.

Eigene Tochter fand das Buch gut

Die Besucher der Lesung hatten die Möglichkeit, der sympathischen und offenen Autorin Fragen zu stellen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass die eigene Tochter das Buch richtig gut fand. „Meine Tochter hat es gerne gelesen, aber eigentlich ist es eher für Eltern oder Großeltern gedacht“, sagte Christine Schniedermann lächelnd, bevor sie einige Exemplare ihres lebensnahen Buches voller Anekdoten und Ideen für ihr Publikum signierte.

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